Die saudische Prinzessin Basma bint Saud, die sich für die Rechte der Frauen im Land einsetzt, wurde nach drei Jahren Haft wieder freigelassen.
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Die Prinzessin von Saudi-Arabien, Basmah bint Saud. - Screenshot Instagram/@basmah1_saud

Das Wichtigste in Kürze

  • Basma bint Saud war drei Jahre lang in Riad inhaftiert.
  • Nun wurde sie und ihre Tochter freigelassen.
  • Die Prinzessin setzt sich für die Rechte der Frauen in Saudi-Arabien ein.

Die Behörden in Saudi-Arabien haben laut Angaben einer Menschenrechtsorganisation eine saudische Prinzessin und deren Tochter freigelassen, die drei Jahre lang in Riad inhaftiert worden waren.

Basma bint Saud und ihre Tochter Suhud seien freigelassen worden, teilte die Organisation ALQST for Human Rights am Samstag auf Twitter mit. Die 57-Jährige war im März 2019 inhaftiert und ohne Anklage festgehalten worden.

Befürworterin von Frauenrechten

Die Prinzessin gilt als Befürworterin von Frauenrechten und einer konstitutionellen Monarchie. Bereits im April 2020 hatte sie König Salman und Kronprinz Mohammed bin Salman gebeten, sie aus gesundheitlichen Gründen freizulassen. Der 57-Jährigen sei die medizinische Versorgung verwehrt worden, erklärte die Organisation. Die Nachrichtenagentur AFP konnte die saudischen Behörden zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichen.

Die Prinzessin wurde den Angaben zufolge im Al-Ha'ir-Gefängnis festgehalten, wo auch zahlreiche weitere politische Gefangene in Haft sitzen. Laut Angaben einer der Familie nahestehenden Quelle war sie festgenommen worden, als sie sich für eine medizinische Behandlung in die Schweiz begeben wollte. Um welche Behandlung es sich handelte, teilte die Quelle nicht mit.

Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman versucht seit 2017, eine gesellschaftliche Öffnung des erzkonservativen Königreichs anzustossen. So wurden das jahrzehntelange Fahrverbot für Frauen abgeschafft und Konzerte mit Frauen und Männern im Publikum erlaubt. Allerdings wurden die Reformen von einem harten Vorgehen gegen Regierungskritiker begleitet, darunter auch Frauenrechtlerinnen.

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