Nach dem gewaltigen Erdbeben in Haiti ist die Zahl der bestätigten Todesopfer auf 2189 gestiegen.
Bei dem Erdbeben verletzte Menschen auf dem Gelände des Ofatma-Krankenhauses, weil einige Innenwände durch das Erdbeben Risse bekommen haben. Foto: Fernando Llano/AP/dpa
Bei dem Erdbeben verletzte Menschen auf dem Gelände des Ofatma-Krankenhauses, weil einige Innenwände durch das Erdbeben Risse bekommen haben. Foto: Fernando Llano/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Fernando Llano

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach dem Erdbeben in Haiti steigt die Zahl der Todesopfer immer weiter.
  • Laut den Behörden sind es mittlerweile 2189 Opfer, 332 Personen werden noch vermisst.
  • Mindestens 12'268 Menschen wurden demnach beim, Beben der Stärke 7,2 am Samstag verletzt.

Weitere 332 Menschen würden noch vermisst, teilte die haitianische Zivilschutzbehörde am Mittwochabend (Ortszeit) mit. Mindestens 12'268 Menschen wurden demnach bei dem Beben der Stärke 7,2 am Samstag verletzt. Darüber hinaus wurden nach neuen Erkenntnissen knapp 53 000 Häuser zerstört und gut 77 000 beschädigt.

Erdbeben Haiti
Bei dem Erdbeben in Haiti starben mehr als 2000 Personen. - Keystone

Dringend benötigte Hilfe erreichte die betroffene Region nur schleppend. Nach örtlichen Medienberichten gab es Gegenden, in denen die Überlebenden des Bebens verzweifelt auf Unterstützung warteten. In der betroffenen Region im Südwesten des Karibikstaates fehlte es am Nötigsten. Zahlreiche Menschen schliefen im Freien und mussten in der Nacht zum Dienstag ausserdem einen Tropensturm über sich ergehen lassen, der mancherorts Überschwemmungen verursachte.

Haiti Erdbeben
Über 12'000 Menschen wurden bei dem heftigen Beben verletzt. - Keystone

Der Erdstoss hatte sich nahe der Gemeinde Saint-Louis-du-Sud in einer Tiefe von rund zehn Kilometern ereignet. Haiti, das ärmste Land Amerikas, ist für Naturkatastrophen anfällig. Die Erdbebenregion war im Jahr 2016 von Hurrikan «Matthew» verwüstet worden - mehr als 500 Menschen starben. Bei einem Erdbeben der Stärke 7,0 im Januar 2010, dessen Zentrum nahe der dicht besiedelten Hauptstadt Port-au-Prince lag, waren mehr als 220 000 Menschen ums Leben gekommen. Der Wiederaufbau litt stark unter Korruption und Verschwendung.

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