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    Nordkorea teilt heftig aus gegen USA und EU-Staaten

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    Nordkorea,

    Die nordkoreanische UN-Vertretung holt zu einem verbalen Rundumschlag gegen mehrere EU-Staaten und die USA aus.

    Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un besichtigt eine Militäreinheit auf der Insel Changrin. Foto: KCNA via KNS/AP/dpa
    Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un besichtigt eine Militäreinheit auf der Insel Changrin. Foto: KCNA via KNS/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nordkorea kritisiert die USA und einige EU-Staaten – eine Denuklearisierung sei vom Tisch.
    • Man hätte Nordkorea vor wenigen Tagen auf bösartige Weise verurteilt.

    Die nordkoreanische UN-Vertretung hat Gesprächen mit den USA über eine Denuklearisierung eine Absage erteilt und zugleich zu einem verbalen Rundumschlag gegen mehrere EU-Staaten ausgeholt. In einer Stellungnahme der Nordkoreaner, die am Samstag in New York veröffentlicht wurde, heisst es, «längliche Gespräche» mit den USA seien derzeit nicht nötig und eine Denuklearisierung sei vom Tisch.

    Die Amerikaner nutzten die Gespräche mit Nordkorea nur für innenpolitische Zwecke. Mit Denuklearisierung ist in den Verhandlungen zwischen Washington und Pjöngjang die atomare Abrüstung Nordkoreas gemeint.

    Auf bösartige Weise verurteilt

    Zugleich teilte die nordkoreanische Vertretung heftig in Richtung Europa aus. Sechs EU-Staaten hätten Nordkorea vor wenigen Tagen einem gemeinsamen Statement auf bösartige Weise verurteilt, hiess es in der Stellungnahme. Dass sie vollkommen legitime Schritte Nordkoreas derart kritisierten, sei eine «ernsthafte Provokation», «dumm» und Ausdruck ihrer «Paranoia». Diese EU-Staaten spielten den «Schosshund» für die USA. Ihre Anbiederung an die USA sei «jämmerlich».

    Kim Jong Un
    Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. - KCNA VIA KNS/AFP/Archiv

    Deutschland hatte am Mittwoch nach einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates in New York zusammen mit Frankreich, Grossbritannien, Belgien, Polen und Estland seine Besorgnis über «provokante Handlungen» Nordkoreas erneut bekräftigt. Zuvor hatte das mächtigste UN-Gremium hinter verschlossenen Türen über die jüngsten Raketentests Pjöngjangs beraten.

    Gescheiterter Gipfel im Februar

    Auch der Ton zwischen Washington und Pjöngjang hatte sich zuletzt wieder verschärft. Die Verhandlungen der USA mit Nordkorea sind seit ihrem gescheiterten Gipfel im Februar in Vietnam nicht mehr vorangekommen. Pjöngjang hatte einseitig eine Frist bis zum Jahresende gesetzt. Bis dahin solle Washington neue Vorschläge vorlegen. Es gibt in Südkorea die Befürchtung, Nordkorea könnte sein Moratorium für Atomversuche und Tests von Langstreckenraketen aufheben.

    atomgespräche nordkorea
    Kim (l.) und Trump am Gipfeltreffen in Vietnam. - AFP

    Angesichts fehlender Fortschritte bei den Gesprächen über das Atomwaffenprogramm Nordkoreas hatte sich Trump am Freitag auch telefonisch mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In beraten, wie das Weisse Haus am Samstag mitteilte.

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