In Teilen Ostafrikas sind mehrere Regenzeiten ausgefallen. Auch die gegenwärtige Regenzeit konnte noch keine Abhilfe schaffen.
Dürre in Ostafrika
Ein Mann steht auf einer Ebene in Äthiopien. Millionen Menschen am Horn von Afrika droht aufgrund einer schweren Dürre eine Hungersnot. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • In Ostafrika sind 20 Millionen Menschen wegen Trockenheit vom Hunger bedroht.
  • Seit Februar sind erst vier Prozent der benötigten Hilfsgelder eingegangen.
  • Die Krise werde verstärkt durch den Krieg in der Ukraine.

Am Horn von Afrika droht 20 Millionen Menschen eine Hungerkrise, nachdem der erste Monat der gegenwärtigen Regenzeit trockener ausgefallen ist als erhofft. In Teilen Somalias, Äthiopiens und Kenias seien bereits drei Regenzeiten ausgeblieben, warnte das UN-Welternährungsprogramm (WFP) heute Dienstag. Seit Februar seien erst vier Prozent der benötigten Hilfsgelder eingegangen.

Die Krise werde verstärkt durch den Krieg in der Ukraine, der zu einer beispiellosen Verteuerung von Nahrungsmitteln und Treibstoff geführt habe, so WFP.

Am stärksten betroffen sei Somalia, wo es zu einer Hungersnot kommen könnte, sollte weiterhin nicht genug Regen fallen und humanitäre Hilfe ausbleiben, sagte WFP. Dort könnten demnach bald sechs Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sein.

Im Süden Äthiopiens seien nach der schlimmsten Dürre seit 1981 etwa 7,2 Millionen Menschen betroffen. In Kenia benötigten mittlerweile 3,1 Millionen Menschen Nahrungsmittelhilfe, so WFP.

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