Beim Einsturz eines mehrstöckigen Wohnhauses in der Südkaukasusrepublik Georgien sind neun Menschen ums Leben gekommen.
Ein Arbeiter hält seinen Helm in den Händen.
Ein Arbeiter hält seinen Helm in den Händen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Menschen konnten lebend geborgen werden, darunter die Mutter der getöteten Kinder.

Beim Einsturz eines mehrstöckigen Wohnhauses in der Südkaukasusrepublik Georgien sind neun Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten waren auch zwei Kinder, wie die Behörden in der georgischen Hauptstadt mitteilten. Am Samstag wurde die letzte Leiche aus den Trümmern geborgen. Die Bergungsarbeiten seien damit abgeschlossen, hiess es am Sonntag. Das Unglück ereignete sich am Freitag in der Hafenstadt Batumi am Schwarzen Meer.

Zwei Menschen konnten lebend geborgen werden, darunter die Mutter der getöteten Kinder. Ein 36-jähriger Mann wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Innenminister Wachtang Gomelauri schloss nicht aus, dass eine Stützmauer an dem 1981 erbauten Haus bei Renovierungsarbeiten einstürzte. Der Besitzer des Hauses und zwei Bauarbeiter wurden festgenommen wegen des Verdachts, gegen die Sicherheitsvorschriften verstossen zu haben. Regierungschef Irakli Garibaschwili ordnete für diesen Montag (11. Oktober) einen nationalen Trauertag an.

Auf das fünfgeschossige Haus waren in der Vergangenheit noch zwei Stockwerke draufgesetzt worden. Auch ein Aufzug wurde hinzugefügt. Womöglich versagte die Statik.

Bilder zeigten einen riesigen Berg aus Schutt. Rettungskräfte suchten zunächst mit blossen Händen nach Überlebenden. Später wurde schweres Gerät zu der Unglücksstelle gebracht. Nach Angaben des Innenministers standen die Rettungskräfte am Freitag teils auch über Handy in Kontakt mit zwei Überlebenden unter den Trümmern. Es seien auch Hilfe-Rufe gehört worden. 300 Kräfte waren im Einsatz.

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