Neun Brandopfer in Frankreich weiterhin auf Reanimationstationen
Neun Menschen, die bei der Brandkatastrophe von Crans-Montana schwer verletzt wurden, befinden sich in Frankreich weiterhin auf Reanimationsstationen. Dies teilte das französische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Die Erklärung erfolgte anlässlich eines Dankesbesuchs der Schweizer Botschafterin in Frankreich.

«Vielen, vielen Dank (...) Danke ist eigentlich ein viel zu kleines Wort» für die geleistete Arbeit, sagte die Schweizer Botschafterin Tania Cavassini dem Personal des operativen Krisenzentrums des Gesundheitsministeriums, das sie gemeinsam mit der französischen Gesundheitsministerin Stéphanie Rist besuchte.
Am Morgen des 1. Januar, kurz nach dem Drama, begannen die Mitarbeitenden dieses Krisenzentrums, zum Teil aus eigener Initiative, ins Ministerium zu kommen, wie dessen Verantwortliche betonten.
In den darauffolgenden Stunden koordinierte das Krisenzentrum die Bereitstellung von Betten für Schwerbrandverletzte in Frankreich sowie den Einsatz medizinisch-psychologischer Teams, die auch mehrere Tage nach der Katastrophe noch im Einsatz blieben.
Insgesamt wurden 20 Opfer des Brandes in französischen Spitälern aufgenommen. 18 Patientinnen und Patienten wurden am 1. Januar sowie in den drei darauffolgenden Tagen eingeliefert. Zwei weitere wurden in der darauffolgenden Woche aufgenommen, damit sie näher bei ihrem Wohnort behandelt werden konnten.
Von den 20 Patientinnen und Patienten konnten fünf inzwischen nach Hause zurückkehren. Sechs befänden sich noch in intensivmedizinischer Behandlung, neun weiterhin auf der Reanimationsstation, fügte das Krisenzentrum hinzu.
In den Tagen nach dem Brand habe es «die Koordination zwischen Frankreich und der Schweiz ermöglicht, verlässliche Informationen bereitzustellen», betonte Rist zudem. Dies sei besonders wichtig, wenn Familien nach Angehörigen suchten oder erfuhren, dass diese unter den Opfern seien.
In Frankreich gibt es 15 spezialisierte Abteilungen für die Behandlung von Schwerbrandverletzten mit insgesamt etwa 180 bis 200 Betten, wie bei diesem Besuch weiter mitgeteilt wurde. In der Schweiz gibt es zwei solche spezialisierte Zentren, im Universitätsspital Chuv Lausanne und im Universitätsspital Zürich.










