Eine neue Studie der Vereinten Nationen zeigt, dass die Wirtschaft an Land den grössten Teil der Meeres-Verschmutzung ausmacht. Massnahmen gibt es nur Wenige.
Meeresverschmutzung
Fischerboote verlassen den Hafen Shipu in der chinesischen Provinz Zhejiang. - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Weltmeere werden in erster Linie durch die Landwirtschaft und Häfen verschmutzt.
  • Rund 80 Prozent der Meeres-Verschmutzung entstehen an Land.
  • Davon sind Fischerei, Tourismus und Aquakulturen betroffen.

Wirtschaftliche Aktivitäten an Land tragen zur Zerstörung der Weltmeere bei. So warnt das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep) in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. Rund 80 Prozent der Meeres- und Küstenverschmutzung weltweit entstehe an Land.

Besonders hohe Schäden verursachen die Landwirtschaft und Häfen sowie die Aquakultur etwa in küstennahen Feuchtgebieten oder an Flussmündungen.

Auch der Tourismus ist betroffen

Der Report verweist unter anderem auf die stark gestiegene Zerstörung von Mangrovenwäldern für die Shrimps-Zucht. Wirtschaftsaktivitäten an Land haben nach Unep-Angaben auch negative Auswirkungen auf Sektoren der «blauen Wirtschaft». Beispielsweise sind die Fischerei, Aquakulturen und der Tourismus betroffen, hiess es.

Bislang gäbe es, wenn überhaupt, nur sehr wenige wirksame Regelungsmechanismen. Dies sagte der Sondergesandte des Uno-Generalsekretärs für den Ozean, während der Vorstellung des Berichts. Daher müsse ein «koordinierter globaler Ansatz» zur Rettung der Ozeane entwickelt werden. Isolierte, fragmentierte Interventionen zeigten nur minimale Auswirkungen.

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