Der inhaftierte Kreml-Kritiker Alexej Nawalny hat westliche Regierungen und US-Internetkonzerne aufgefordert, eine «Informationsfront» in Russland zu eröffnen.
Putin-Gegner Alexej Nawalny verbüsst bereits eine mehrjährige Haftstrafe in einem Straflager in Pokrow, rund 100 Kilometer östlich von Moskau.
Putin-Gegner Alexej Nawalny verbüsst bereits eine mehrjährige Haftstrafe in einem Straflager in Pokrow, rund 100 Kilometer östlich von Moskau. - Evgeny Feldman/Meduza/AP/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Alexej Nawalny fordert vom Westen eine «Informationsfront» in Russland.
  • Auf Twitter richtete sich der Oppositionelle an zahlreiche westliche Politiker.
  • Das Ziel: Die Propaganda von Putin mit Hilfe von Werbemöglichkeiten zerschlagen.

In einer Botschaft an zahlreiche westliche Spitzenpolitiker und Meta-Chef Mark Zuckerberg schrieb Nawalny am Donnerstag auf Twitter, sie sollten die «Propaganda» des russischen Präsidenten Wladimir Putin «mit Hilfe von Werbemöglichkeiten in den sozialen Medien zerschlagen». Er bekräftigte: «Wir brauchen Werbung, viel Werbung».

«Die Kombination aus wirklich verrückter Propaganda auf allen Kanälen rund um die Uhr, die Abschaltung und Blockierung unabhängiger Medien und Websites zeigt langsam Wirkung», schrieb er. «Tatsache ist, dass die Mehrheit der russischen Bürger eine völlig verzerrte Vorstellung davon hat, was in der Ukraine passiert.» Er bezeichnete allerdings Umfragen, wonach die Unterstützung für Putin in letzter Zeit zugenommen hatte, als «Lügen».

Twitter, Instagram und die meisten unabhängigen Medien sind seit dem 24. Februar von den russischen Behörden blockiert worden.

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