Im vergangenen Jahr nahm die Nashorn-Wilderei wegen der Corona-Pandemie ab. Die ersten sechs Monate 2021 zeigen nun wieder eine Zunahme.
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Mit fast 80 Prozent Anteil leben in Südafrika die meisten Nashörner. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In Südafrika werden 2021 wieder mehr Rhinozerosse gewildert als noch letztes Jahr.
  • Laut der Umweltministerin wurden seit Januar mindestens 249 Tiere getötet.
  • Begehrt sind vor allem die Hörner, mit denen via Schwarzmarkt viel Geld verdient wird.

Die Nashorn-Wilderei in Südafrika nimmt nach einem Rückgang während des Pandemiejahres 2020 wieder zu. In den ersten sechs Monaten 2021 seien mindestens 249 Rhinozerosse getötet worden, erklärte Umweltministerin Barbara Creecy am Samstag. Das seien mindestens 83 mehr als im Vorjahreszeitraum. Allein im bei Touristen beliebten Krüger-Nationalpark seien in diesem Jahr bereits 132 Nashörner getötet worden.

2020 war die Zahl der wegen ihres Horns getöteten Rhinozerosse um ein Drittel gesunken. Grund dafür war offenbar der Corona-Lockdown und die damit verbundene Einschränkung der Bewegungsfreiheit – auch für Wilderer.

In Südafrika leben fast 80 Prozent aller Nashörner weltweit. Den Wilderern geht es bei den Tieren um die Hörner. Diese spielen auf dem Schwarzmarkt bis zu 55'000 Euro pro Kilogramm ein.

Zwar bestehen die Hörner wie etwa menschliche Fingernägel nur aus Keratin. Dennoch gelten sie in der traditionellen Medizin Asiens als Heilmittel. Ausserdem werden die Hörner auch als Trophäen gehandelt, die als Sinnbild für Reichtum und Erfolg gelten.

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