Nach Sturzflut: Schlamm erschwert Rettungsaktionen in Nepal
Der Schlamm erschwert die Rettungsaktionen in Nepal. Helikopter können nur schwer starten und landen. Noch fast 2000 Menschen werden vermisst.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Schlamm in Nepal erschwert die Rettungsarbeiten.
- Die Retter versuchen, die Menschen mit Helikoptern in Sicherheit zu fliegen.
- Noch fast 2000 Menschen werden vermisst.
Nach der zerstörerischen Sturzflut im Himalaya hat die Armee in Nepal die Such- und Rettungsaktionen intensiviert, stösst aber weiterhin auf grosse Probleme.
«Der schwierigste Teil ist der abgelagerte Schlamm als Folge der Flutwelle», sagte Armeesprecher Raja Ram Basnet in Battar Bazar in der an Tibet grenzenden Provinz Bagmati. Dadurch sei es sehr schwierig, Hubschrauber in den betroffenen Gebieten wie Temure, Syabrubesi und Mailung zu landen oder zu starten.

Derzeit sind laut Basnet unter anderem 14 Rettungshubschrauber in der Region im Einsatz. Die Rettungsaktionen seien verstärkt worden. Bis zum Freitagabend (Ortszeit) gab die Katastrophenschutzbehörde des Landes die Zahl der Geretteten mit mehr als 4400 Menschen an.
Die Armee bringt auf das Gelände eines Armeetrainingscamps in Battar Bazar kontinuierlich Personen mit Hubschraubern in Sicherheit, die teilweise von der Aussenwelt abgeschnitten waren. In Nepal ist die Armee hauptsächlich für Such- und Rettungsaktionen bei Katastrophen zuständig.
Als eine weitere Hürde nannte der Sprecher bestehende Tunnel im Gebirge, in denen Menschen festsassen. Am Freitagmorgen (Ortszeit) seien nur vier Personen aus den Tunneln gerettet worden. Vermutlich befänden sich in ihnen noch zahlreiche Menschen.
Fast 2000 Menschen noch vermisst
In einem Video war zu sehen, wie die Armee zwei mit Schlamm überzogene Arbeiter lebend aus einem Tunnel an einem Wasserkraftwerk zog. Die Männer wurden von den Rettern auf dem Rücken zu einem Hubschrauber getragen.
Wie lange die Rettungsaktionen noch andauern könnten, sei schwierig zu sagen, sagte Basnet. Vermisst werden in der bei Touristen beliebten Gebirgsregion 1924 Personen, darunter 517 Ausländer, wie die nepalesischen Behörden am Freitag mitteilten. Auf chinesischer Seite in Tibet wurden 558 Vermisste gemeldet.










