Nach schwerem Beben in Indonesien laufen Hilfslieferungen an

Keystone-SDA
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Indonesien,

Nach dem schweren Erdbeben im Osten Indonesiens sind Hilfslieferungen aus der Hauptstadt Jakarta auf dem Weg zur betroffenen Insel Flores. Am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) hatte ein Beben der Stärke 7,7 die Provinz Ost-Nusa Tenggara erschüttert.

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In Indonesien ist es zu einem schweren Erdbeben gekommen. - keystone

Mittlerweile wurden 51 Todesopfer gezählt, nachdem am Morgen drei weitere Leichen geborgen wurden, wie der Leiter der Nationalen Such- und Rettungsbehörde Basarnas, Mohammad Syafii, am Sonntag sagte.

Kurz vor 6.00 Uhr örtlicher Zeit hatte vor der Küste der Insel Flores am Samstag die Erde gebebt – in verhältnismässig geringer Tiefe von rund 10 Kilometern. Das Epizentrum lag etwa 70 Kilometer nordwestlich des Ortes Ende im Zentrum von Flores, einem infrastrukturell eher abgeschiedenen Teil der Insel.

Noch am Samstag waren laut der Katastrophenschutzbehörde des Landes (BNPB) 275 Tonnen Hilfsgüter am Luftwaffenstützpunkt bei Jakarta eingetroffen, um in die betroffene Region gebracht zu werden. Die Hauptstadt des südostasiatischen Inselstaates liegt auf Java – relativ im Zentrum des Landes – mehr als 1.500 Kilometer entfernt von Flores im Osten Indonesiens.

Auf der Insel setzen derweil Einsatzkräfte die Suche nach Verschütteten und die Begutachtung der Schäden im Erdbebengebiet fort. Zunächst hätten die Rettungskräfte den durch Erdrutsche versperrten Zugang zu mehreren betroffenen Ortschaften wieder freimachen müssen, berichtete der Koordinator der Such- und Rettungsmission, Fathur Rahman.

Nach Katastrophenschutzangaben beschädigte das Beben mindestens 346 Wohnhäuser, davon fast die Hälfte schwer. Schäden gibt es demnach auch an mehr als 100 Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen, Verwaltungsgebäuden und Gotteshäusern.

Neben zahlreichen, teils stärkeren Nachbeben in der Region ereignete sich später am Samstag auch ein grösseres Beben der Stärke 6,9 auf Sumatra ganz im Westen Indonesiens. Über mögliche Schäden oder Verletzte war zunächst nichts bekannt.

Erdbeben und Vulkanausbrüche, mitunter gefolgt von davon ausgelösten Tsunamis – sind in dem pazifischen Inselstaat häufig: Das aus mehr als 17.000 Inseln bestehende Land befindet sich auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einer geologisch äusserst aktiven Zone mit zahlreichen Vulkanen und tektonischen Platten, die aufeinandertreffen.

Gerade im mit rund 280 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichen Indonesien führen die Naturgewalten oft zu Katastrophen mit vielen Opfern. Eine der schwersten ereignete sich am 26. Dezember 2004, als ein gewaltiges unterseeisches Beben der Stärke 9,1 vor der Küste Sumatras eine riesige Flutwelle löste. Mehr als 160.000 Menschen starben dabei allein in Indonesien.

Diesmal trafen die gewaltigen Erdstösse die Insel Flores. Die Behörden warnten anfangs vor einer Tsunami-Gefahr, doch verheerende Riesenwellen blieben letztlich aus.

Wesentlich abgelegener und infrastrukturell nicht so gut erschlossen, steht die Insel deutlich weniger im Fokus von Touristen als das eine gute Flugstunde entfernte Bali. Dennoch: Für Ausflüge zum Tauchen und Schnorcheln ist besonders der Westen der Insel durchaus gefragt – und nicht zuletzt als Ausgangspunkt für Besuche im nahen Komodo-Nationalpark auf einer separaten geschützten Insel. Dort leben die Komodowarane – Echsen, die gut zwei Meter lang werden können.

Kommentare

User #9833 (nicht angemeldet)

und er hockt da mit dem Handy in der Hand. Es gäbe aber sonst vieel zu tun

User #2827 (nicht angemeldet)

Die Welt ist klar überbevölkert. Asien ganz besonders. Je mehr Menschen und Gebäude, desto mehr Opfer wird es in Zukunft geben. Aber den meisten nimmersatten Politikern und Wirtschaftsleuten ist es egal. Die sehen nur das viele $$$. Die CH geht leider auch diesen Weg. Hehehe. LOL.

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