Nach Hundeschlittenrennen: Norweger hängt seit Monaten in Alaska fest

    DPA
    DPA

    USA,

    Im März hat Thomas Waerner das Iditarod-Hundeschlittenrennen in Alaska gewonnen. Wegen dem Ausbruch des Coronavirus steckt der Norweger aber seither dort fest.

    Thomas Waerner
    Im März gewann Thomas Waerner das Hundeschlittenrennen in Alaska. Seither steckt er dort fest. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im März hat Thomas Waerner das Iditarod-Hundeschlittenrennen in Alaska gewonnen.
    • Seither steckt der 43-jährige Norweger aber mitsamt seinen Hunden im US-Staat fest.
    • Er hofft nun, mit einem Oldtimer-Flugzeug nach Hause fliegen zu können.

    Im März hat Thomas Waerner das Iditarod-Hundeschlittenrennen in Alaska gewonnen. Die Freude darüber dürfte aber nur kurz geherrscht haben. Denn seither steckt der Norweger mit seinen 16 Hunden wegen der Corona-Pandemie im nördlichsten US-Bundesstaat fest.

    Nun setzt der 47-Jährige darauf, mit einem Oldtimer-Flugzeug, das an das Flughistorische Museum im südnorwegischen Sola verkauft werden soll, nach Hause zu kommen. «Wir trampen», zitierte das Lokalblatt «Anchorage Daily News» den Schlittenhundeführer.

    iditarod
    Schlittenhundeführer Thomas Waerner aus Norwegen jubelt mit seinen Hunden nach dem Sieg beim Iditarod-Schlittenhunderennen, dem längsten Hundeschlittenrennen der Welt. Der 47 Jahre alte Norweger erreichte neun Tage, zehn Stunden und 37 Minuten nach dem Start Anfang März das 1600 Kilometer entfernte Ziel Nome an der Beringsee. - dpa

    Mithilfe finanzieller Unterstützung eines Sponsors von Waerner und der Gemeinde Sola hofft das Museum nach eigenen Angaben darauf, noch im Mai einen Kaufvertrag für die Maschine des Typs Douglas DC-6B abschliessen zu können. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus gibt es zahlreiche Reisebeschränkungen, viele Flüge wurden gestrichen.

    «Ich mag Alaska sehr», sagte Waerner. «Es ist irgendwie mein Traumort. Aber ich habe eine Familie.» Daheim warteten eine Frau, fünf Kinder, ein Job und 35 weitere Schlittenhunde.

    Er vermisse «all die kleinen Dinge, nicht die grossen Sachen», so wie den morgendlichen Kaffee mit seiner Frau und das Abendessen mit den Kindern.

    Frau muss sich um 35 Hunde und die Kinder kümmern

    «Meine Frau kümmert sich um 35 Hunde und die Kinder und arbeitet als Tierärztin», so Waerner. Sobald er zu Hause ankomme, werde seine Antwort auf alles daher «Ja, Liebling» sein.

    Im März brauchte Waerner mehr als neun Tage, um mit seinen Hunden das 1600 Kilometer entfernte Ziel Nome an der Beringsee zu erreichen. Er ist der dritte Norweger, der das Rennen in Alaska gewann. Nur selten machen Nicht-Amerikaner den einheimischen Mushern, wie die Lenker der Schlittenhundegespanne im Fachjargon heissen, den Sieg streitig.

    iditarod
    Schlittenhundeführer Thomas Waerner aus Norwegen schwenkt jubelnd die norwegische Flagge nach seinem Sieg beim Iditarod, dem längsten Hundeschlittenrennen der Welt. - dpa

    Der Wettbewerb startete wenige Tage, bevor die Ausbreitung des neuen Coronavirus als Pandemie eingestuft wurde. Seither waren viele Sportveranstaltungen abgesagt worden. Der Iditarod, bei dem die Teilnehmer mit ihren Hunden gewöhnlich viele Kilometer Abstand voneinander haben, aber wurde fortgesetzt.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Wegen Corona-Krise
    disney
    31 Interaktionen
    Jahrelanger Irrtum
    Adolf Ogi Lauberhorn
    41 Interaktionen
    Offener Brief

    MEHR IN NEWS

    David Stampfli SP Porträtfoto
    David Stampfli (SP)
    Robin Steiner
    Berner Steiner
    Windräder Windrad Windpark
    Standorte festgelegt

    MEHR AUS USA

    1 Interaktionen
    Washington
    Pete Hegseth Midterms 2026
    1'590 Interaktionen
    Hegseth im Visier
    Donald Trump
    17 Interaktionen
    «Veto gegen alles»
    Elon Musk
    20 Interaktionen
    Wahlniederlage