Aung San Suu Kyi

    Myanmar: Aung San Suu Kyi von Gefängnis in Regierungsgebäude verlegt

    Keystone-SDA
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    Myanmar,

    Myanmars gestürzte De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi durfte die Isolationshaft verlassen. Die Militärjunta stehe unter Druck, berichtet eine Quelle.

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    Aung San Suu Kyi. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Aung San Suu Kyi wurde überraschend aus dem Gefängnis in ein Regierungsgebäude verlegt.
    • Sie war nach dem Militärputsch 2021 als De-facto-Regierungschefin entmachtet worden.
    • Die Junta, die Myanmar seit dem Putsch regiert, steht unter internationalem Druck.

    Die frühere Freiheitsikone Aung San Suu Kyi ist in Myanmar überraschend vom Gefängnis in ein Regierungsgebäude verlegt worden. Eine Quelle ihrer Partei Nationale Liga für Demokratie, die anonym bleiben wollte, sagte am Freitag der Deutschen Presse-Agentur: «Wir haben am Dienstag davon erfahren. Die Verlegung erfolgte am Montagabend.»

    Die Hintergründe waren zunächst unklar. Mehr als zwei Jahre lang hatte es so gut wie keine Informationen über ihre genauen Haftbedingungen und ihren Zustand gegeben. Die Friedensnobelpreisträgerin von 1991 war im Zuge des Militärputsches vom Februr 2021 als De-facto-Regierungschefin entmachtet worden.

    Suu kyi
    Unterstützer von Aung San Suu Kyi. (Archivbild) - AFP/Archiv

    Später wurde sie von einem von der Militärjunta kontrollierten Gericht wegen mehrerer angeblicher Vergehen zu insgesamt 33 Jahren Haft verurteilt. Beobachter sprachen von einem Schauprozess.

    Junta steht unter Druck

    Seither sass Suu Kyi in einem Gefängnis in der Hauptstadt Naypyidaw in Einzelhaft. Ihre Anwälte wurden mit einem öffentlichen Redeverbot belegt. Den Angaben zufolge soll sie sich nun in einer Wohnung befinden, die von hohen Regierungsmitgliedern genutzt wird.

    Aung San Suu Kyi
    Aung San Suu Kyi im Jahr 2019 - AFP/Archiv

    Eine Quelle der «Nationalen Einheitsregierung» (NUG) bestätigte die Angaben. Die NUG ist eine Art demokratische Schattenregierung, die von Anhängern Suu Kyis geführt wird. «Die Junta steht seit dem Putsch unter enormem Druck und hat viele Misserfolge erlitten. Deshalb haben sie Suu Kyi herausgeholt, um einen Weg aus dieser Situation zu finden», sagte die Quelle der dpa.

    Thailands Aussenminister traf Suu Kyi im Gefängnis

    Seit dem Umsturz versinkt das südostasiatische Land in Chaos und Gewalt. Die Junta unterdrückt jeden Widerstand mit brutaler Gewalt. Jedoch ist das frühere Birma mittlerweile international fast völlig isoliert. Junta-Mitglieder sind etwa zu Treffen der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean nicht zugelassen.

    Thailands Aussenminister Don Pramudwinai hatte vor wenigen Wochen mitgeteilt, er habe Suu Kyi im Gefängnis treffen können. Er war der erste ausländische Vertreter, dem es gestattet wurde, die Politikerin zu besuchen. Details über das Gespräch wurden nicht bekannt.

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