Aung San Suu Kyi

    Myanmar: Berufungsverfahren für Aung San Suu Kyi beginnen

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    Am Mittwoch beginnen vor dem Obersten Gericht in Myanmar Berufungsverfahren im Fall Aung San Suu Kyi. Die Chancen für die 78-Jährige stehen schlecht.

    Aung San Suu Kyi
    Aung San Suu Kyi. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Aung San Suu Kyi ist in Myanmar zu 33 Jahren Haft verurteilt worden.
    • Nun stehen verschiedene Berufungsverfahren vor dem Obersten Gericht an.
    • Die Junta dürfte die Anträge der Friedensnobelpreisträgerin ablehnen.

    Die frühere Freiheitsikone Aung San Suu Kyi kämpft in Myanmar gegen ihre Verurteilung zu insgesamt 33 Jahren Haft. Vor dem Obersten Gericht in Myanmar würden am Mittwoch Anhörungen in verschiedenen Berufungsverfahren beginnen. Dies sagte eine Suu Kyi nahestehende Quelle, die anonym bleiben wollte, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

    Weitere Anhörungen seien am 12. und am 18. Juli geplant, insgesamt gehe es um zwölf Fälle, für die Suu Kyi zu 19 Jahren Haft verurteilt wurde, hiess es. Die 78-Jährige werde dabei nicht selbst gehört, sondern lediglich von ihren Anwälten vertreten.

    Erste Berufungsanträge ihrer Anwälte waren von Vorinstanzen abgewiesen worden. So dass die Anhörungen vor dem Obersten Gericht in der Hauptstadt Naypyidaw die letzte Instanz sind. Beobachter erwarten aber, dass das von der Junta kontrollierte Gericht die Anträge ablehnt.

    Menschenrechtler reden von Schauprozessen

    Die Friedensnobelpreisträgerin von 1991 war bis zum Militärputsch vom Februar 2021 die De-facto-Regierungschefin des früheren Birma. Die Junta entmachtete sie und liess sie festnehmen.

    Später wurde sie von einem von den Generälen kontrollierten Gericht wegen zahlreicher angeblicher Verbrechen angeklagt. Darunter Anstiftung zum Aufruhr und Korruption. Das letzte Urteil gegen Suu Kyi fiel Ende Dezember vergangenen Jahres. Menschenrechtler sprachen von Schauprozessen, um die mächtige Politikerin zum Schweigen zu bringen.

    Nachdem sie zunächst im Hausarrest gesessen hatte, wurde sie im Juni 2022 in ein Gefängnis in Naypyidaw gebracht. Sie sitzt dort in Einzelhaft. Ihre Anwälte wurden mit einem Redeverbot belegt. Öffentlich zu sehen war Suu Kyi zuletzt im Mai 2021, als das staatliche Fernsehen Aufnahmen von ihr im Gerichtssaal zeigte.

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