Moskau weist Bericht über Geheimdienstagenten im Fall Skripal zurück

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    Der Fall Skripal erlebt eine weitere Wende. Russland widerspricht erneut einem neu vorgelegten Bericht über die Identität eines der Verdächtigen.

    Dieses von der Metropolitan Police am 05.09.2018 zur Verfügung gestellte Standbild einer Überwachungskamera zeigt Alexander Petrow und Ruslan Boschirow, die zwei Verdächtigen im Fall des Attentats auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Skripal.
    Dieses von der Metropolitan Police am 05.09.2018 zur Verfügung gestellte Standbild einer Überwachungskamera zeigt Alexander Petrow und Ruslan Boschirow, die zwei Verdächtigen im Fall des Attentats auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Skripal. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Moskau weist einen Bericht über die Identität eines Geheimdienstagenten zurück.
    • Der Kreml dementiert: Er war ein Ablenkungsmanöver.

    Erneutes Dementi aus Moskau im Fall Skripal: Der Kreml hat einen Bericht über die Identität eines der beiden Verdächtigen im Zusammenhang mit dem Giftanschlag auf den russischen Ex-Doppelagenten in Grossbritannien als Ablenkungsmanöver abgetan. Die Veröffentlichung sei mit dem Auftritt der britischen Premierministerin Theresa May im UN-Sicherheitsrat abgestimmt gewesen, erklärte die russische Aussenamtssprecherin Maria Sacharowa am Donnerstag.

    Das in Grossbritannien ansässige Recherchenetzwerk Bellingcat hatte am Mittwoch einen Bericht veröffentlicht, wonach einer der Männer, die London für den Anschlag auf Sergej Skripal und seine Tochter im März verantwortlich macht, ein 39-jähriger Oberst des russischen Militärgeheimdienstes GRU ist.

    «Held der russischen Föderation»

    Der Mann mit dem Decknamen Ruslan Boschirow heisse in Wirklichkeit Anatoli Tschepiga und sei 2014 mit dem Ehrentitel «Held der russischen Föderation» ausgezeichnet worden, hiess es in dem Bericht. Es sei «sehr wahrscheinlich», dass Staatschef Wladimir Putin Tschepiga kenne, weil er in der Regel solche Auszeichnungen persönlich übergebe.

    Dass ein solch hochrangiger Offizier für einen Einsatz ins Feld geschickt werde, sei überraschend und impliziere einen Befehl «von höchster Ebene», hiess es weiter.

    Die russische Aussenamtssprecherin Sacharowa bezeichnete die Bellingcat-Recherchen als Ablenkungsmanöver von «der wichtigsten Frage: Was passierte in Salisbury?» Es sei noch kein Beweis für eine Verwicklung «von irgendjemandem» in den Vorfall vorgelegt worden. «Es gibt keinen Beweis - also setzen sie ihre Informationskampagne fort», schrieb Sacharowa im Online-Netzwerk Facebook.

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