Nach einer Explosion in einer Kantine in der südwestchinesischen Stadt Chongqing ist die Zahl der Todesopfer auf neun gestiegen.
Rettungskräfte am Ort des Geschehens
Rettungskräfte am Ort des Geschehens - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Elf Verschüttete lebend geborgen - Ursache des Unglücks unbekannt.

27 Menschen wurden in dem zerstörten Gebäude verschüttet, wie chinesische Medien am Freitag berichteten. Bis zum Abend (Ortszeit) wurden laut Angaben der örtlichen Behörden 20 Menschen geborgen, darunter neun Tote. Als Ursache der Detonation, die sich am Mittag ereignete, wurde ein Gasleck vermutet.

Bei den Opfern handelte es sich chinesischen Medienberichten zufolge um Angestellte eines Nachbarschaftskomitees, die in der Kantine zu Mittag assen. Rund 150 Rettungskräfte setzten am Abend die Suche nach Vermissten fort. Ein von der Feuerwehr veröffentlichtes Video zeigte Retter, die in den Trümmern nach den Verschütteten suchten. Die Einsatzkräfte trugen orangefarbene Arbeitskleidung und Schutzhelme und kletterten über ein Gewirr aus Kabeln und Berge von Ziegeln und Beton.

Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua wurden mehrere Verletzte in Krankenhäuser eingeliefert. Der staatliche Fernsehsender CCTV veröffentlichte Aufnahmen in den Online-Netzwerken, die zeigten, wie eine Wolke aus Rauch und Staub über dem eingestürzten Gebäude im Bezirk Wulong aufstieg. Eine Schar Schaulustiger versammelte sich am Ort des Geschehens. Die Ursache der Explosion war zunächst unklar.

Laut einem Bericht der Zeitung «People's Daily» richteten die örtlichen Behörden eine behelfsmässige Notfallzentrale ein, um den Rettungseinsatz zu koordinieren und die medizinische Versorgung sicherzustellen. Eine Augenzeugin sagte dem staatlichen Fernsehsender Phoenix TV, die Explosion sei «sehr beängstigend» gewesen. Die Fensterscheiben ihrer Wohnung seien bei der Detonation geborsten.

Wegen laxer Sicherheitsvorkehrungen und mangelnden Kontrollen sind Gasexplosionen in China keine Seltenheit. Erst im Juni waren bei einer Explosion in einem Wohnhaus in der zentralchinesischen Provinz Hubei 25 Menschen ums Leben gekommen. Ebenfalls im Juni kamen 18 Menschen beim Brand einer Schule für Kampfsportarten um. Bei den Opfern handelte es sich um Schüler.

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