Mindestens neun Tote bei Angriff auf das Militär in Kolumbien

    Keystone-SDA
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    Kolumbien,

    In Kolumbien ist es zu einem bewaffneten Angriff gekommen. Neun Militärmitglieder wurden dabei getötet.

    Polizeiauto in Kolumbien
    Polizeiauto in Kolumbien - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Kolumbien hat sich ein Angriff auf das Militär ereignet.
    • Die Attacke soll auf die linke Guerilla-Organisation ELN zurückgehen.
    • Neun Militärmitglieder kamen dabei ums Leben.

    Bei einem bewaffneten Angriff im Nordosten von Kolumbien sind mindestens neun Militärmitglieder ums Leben gekommen.

    «Ich lehne den Angriff auf den Armeetrupp in Catatumbo gänzlich ab, bei dem sieben Soldaten und zwei Unteroffiziere von denjenigen ermordet wurden», die dem Frieden und dem Volk fernstünden, schrieb der Präsident des südamerikanischen Landes, Gustavo Petro, auf Twitter am Mittwoch. Die Attacke mit Sprengstoff und Gewehrfeuer ging nach kolumbianischen Medienberichten auf die linke Guerilla-Organisation ELN zurück.

    Waffenstillstand mit Drogenbande suspendiert

    Kolumbiens erster linker Präsident Petro hatte Ende vergangenen Jahres noch mitgeteilt, seine Regierung habe mit mehreren bewaffneten Gruppen eine Waffenruhe bis Ende Juni vereinbart, darunter auch mit dem ELN. Den Waffenstillstand mit der linken Guerilla-Organisation suspendierte die Regierung jedoch bereits nach wenigen Tagen vorerst wieder. In der vergangenen Woche setzte sie auch den Waffenstillstand mit der mächtigen Drogenbande «Clan del Golfo» (Golf-Clan) nach einem Gewehrangriff auf Polizeikräfte aus.

    Gustavo Petro
    Kolumbiens Präsident Gustavo Petro warf den USA und «Rechtsextremisten» im Juni einen Sturzversuch vor. (Archivbild) - keystone

    Kolumbien litt 52 Jahre lang unter einem Bürgerkrieg zwischen linken Rebellen, rechten Paramilitärs und dem Militär. 220'000 Menschen kamen ums Leben, Millionen wurden vertrieben. Die Sicherheitslage hat sich nach dem Friedensabkommen 2016 zwischen der Regierung und der grössten Rebellengruppe Farc verbessert, Teile des Landes werden aber immer noch von illegalen Gruppen kontrolliert. Ex-Guerillero Petro versprach bereits im Wahlkampf, Gespräche mit allen bewaffneten Gruppen aufzunehmen, um einen umfassenden Frieden zu erreichen.

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