Syrer (18) soll Waffenladen geplündert haben
Die Staatsanwaltschaft hat 54 Chaoten der Krawalle in Frankfurt identifiziert. Ein Syrer, der eine Waffe aus dem Geschäft gestohlen haben soll, sitzt in U-Haft.

Das Wichtigste in Kürze
- In Frankfurt wurden am Samstag zahlreiche Läden, darunter ein Waffengeschäft, geplündert.
- Ein mutmasslich beteiligter Syrer sitzt in Untersuchungshaft.
- Er soll eine Waffe geklaut haben. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft.
Am Samstag kam es nach den friedlichen Gen-Z-Demonstrationen in Deutschland zu Ausschreitungen und Krawallen. Besonders betroffen war Frankfurt.
Dort zogen Chaoten durch die beliebte Einkaufsstrasse Zeil und schlugen Scheiben ein. Zahlreiche Läden, darunter die Sportmodekette «Snipes» und ein Waffengeschäft, wurden geplündert. Rund 100 Polizisten wurden verletzt.
Wie die «Bild» nun berichtet, konnten 54 mutmassliche Täter identifiziert werden, auch ein mutmasslicher Plünderer des Waffengeschäfts. Bei ihm soll es sich um einen 18-jährigen Syrer handeln.
Ihm wird vorgeworfen, eine Waffe aus dem Geschäft gestohlen zu haben. Mittlerweile sitzt er in Untersuchungshaft. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft.
Die Liste der Vorwürfe gegen die 54 identifizierten Chaoten ist lang: Landfriedensbruch, schwerer Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung, Einbruchsdiebstahl, Widerstand gegen und tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte.
Nach den Krawallen zeigte sich die Politik schockiert über die «Gewaltexzesse». Hessens Ministerpräsident Boris Rhein sagte: «Wer sich so verhält, stellt sich ausserhalb unserer Gesellschaft.» Man wolle Aggressoren, Tätergruppen und Hergang genau bewerten.
Oberstaatsanwalt will Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen
Neben den Plünderungen gab es in Frankfurt auch Angriffe auf Polizisten. Chaoten warfen Steine und Brandflaschen. Auch Spezialeinsatzkräfte (SEK) waren aktiv.
Bei den Krawallen wurden Dutzende Menschen festgenommen. Sie sind zwischen 13 und 29 Jahren alt und besitzen überwiegend die deutsche Staatsangehörigkeit.
Gegenüber der «Bild» sagt der Frankfurter Oberstaatsanwalt Dominik Mies: «Wir werden alles dafür tun, die Verantwortlichen für die Krawalle zur Rechenschaft zu ziehen und Straftäter einer spürbaren Sanktion zuzuführen.“

















