Bei schweren Unwettern mit Rekord-Regen sind in Brasilien bisher 37 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 17 Menschen werden noch vermisst.
Überschwemmungen in Brasilien
Schwere Regenfälle haben im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • In Brasilien starben bisher 37 Menschen bei Rekord-Unwettern.
  • Rund 47 Städte und Gemeinden waren von Erdrutschen und Überschwemmungen betroffen.
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Bei schweren Unwettern mit Rekord-Regen sind im Südosten Brasiliens mindestens 37 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 17 Menschen würden nach den tagelangen Regenfällen im Bundesstaat Minas Gerais noch vermisst, teilten die Behörden am Sonntag mit.

Rund 47 Städte und Gemeinden waren von Erdrutschen und Überschwemmungen betroffen, 12'000 Bewohner mussten ihre Häuser verlassen.

Die meisten Opfer, darunter mehrere Kinder, starben bei Erdrutschen oder wurden unter den Trümmern ihrer zerstörten Häuser begraben, wie die Feuerwehr mitteilte. Zwölf weitere Menschen erlitten Verletzungen.

Brasilien
Mehrere Personen wurden unter den Trümmern ihrer zerstörten Häuser begraben. - keystone

Mehrere Strassen in der Region waren wegen Hochwassers unpassierbar, zahlreiche Brücken stürzten ein. Auch die an Minas Gerais grenzenden Bundesstaaten Rio de Janeiro und Espírito Santo waren von den Auswirkungen der Unwetter betroffen.

Die Region erlebte seit Donnerstag die schwersten Regenfälle seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 110 Jahren. In der Hauptstadt von Minas Gerais, Belo Horizonte, wurde nach Angaben des nationalen Wetterdienstes von Donnerstag- bis Freitagmorgen binnen 24 Stunden ein Rekordwert von 171,8 Millimetern Regen gemessen.

Unwetter an Jahrestag von Dammbruch

Die Unwetter fielen mit dem Jahrestag des verheerenden Dammbruchs in einem Bergwerk in Minas Gerais zusammen. Eine Schlammlawine ergoss sich damals über die Kleinstadt Brumadinho, 270 Menschen starben oder gelten seitdem als vermisst.

Ein Jahr nach Dammbruch an Eisenerzmine in Brasilien
Teile der vor einem Jahr durch den Dammbruch zerstörten Brücke. Der Damm an der Mine Córrego do Feijão brach am 25. Januar 2019. - dpa

Angehörige und Einsatzkräfte gedachten am Samstag der Opfer. «Ich hoffe, dass jene, die wirklich Schuld tragen, bestraft werden - denn man spielt nicht mit dem Leben von Menschen», sagte der Gouverneur von Minais Gerais, Romeu Zema, bei der Gedenkveranstaltung. Während der Zeremonie mit rund 300 Teilnehmern wurde der Grundstein eines Mahnmals zur Erinnerung an die Opfer gelegt.

Um 12.28 Uhr - dem exakten Zeitpunkt des Unglücks - versammelte sich eine riesige Menschenmenge am Stadteingang, um der Opfer mit einer Schweigeminute zu gedenken. Viele Menschen legten Fotos der Todesopfer und Vermissten ab. Bewohner hatten zuvor ein grosses Banner mit der Aufschrift «365 Tage des Leidens und der Straffreiheit» am Ortseingang platziert.

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