Hamas

    Militärische Sommerlager der Hamas für Jugendliche in der Kritik

    Keystone-SDA
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    Israel,

    Für Jugendliche im Gazastreifen werden militärische Sommerlager von den Hamas und dem Dschihad angeboten. Diese werden nun stark kritisiert.

    Sommercamp Hamas
    Vier Jugendliche in einem Sommercamp der Hamas. - Twitter/@ofirgendelman

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Hamas und der Dschihad organisieren militärische Sommerlager im Gazastreifen.
    • Dort trainieren Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren mit Waffen.
    • Diese Lager werden von Israel und dem Palästinenserhilfswerk UNRWA heftig kritisiert.

    Militärische Sommerlager der militanten Palästinenserorganisationen Hamas und Islamischer Dschihad für Kinder und Jugendliche im Gazastreifen sorgen für Kritik.

    «Hamas trainiert in diesen Lagern Zehntausende palästinensischer Kinder.» Das schrieb der Sprecher des israelischen Ministerpräsidenten für arabische Medien, Ofir Gendelman, am Dienstag auf Twitter. «Kinder als Terroristen zu missbrauchen ist ein Kriegsverbrechen und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit», hiess es in seinem Tweet weiter.

    Kinder trainieren mit Waffen

    In den vergangenen Tagen waren in sozialen Medien zahlreiche Bilder aus den Sommerlagern veröffentlicht worden. Sie zeigten Kinder und Jugendliche in martialischer Aufmachung beim Training an der Waffe. Hamas und Dschihad bieten die Lager für Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren an.

    Die Rekrutierung erfolgte in Moscheen an verschiedenen Orten im Gazastreifen. Die genaue Zahl der Teilnehmer ist unklar. In israelischen Medien war die Rede von rund 50'000 Kindern und Jugendlichen. Im Gazastreifen wird jedoch von einer niedrigeren Zahl ausgegangen.

    Sommercamp Hamas
    Ein Kind in militärischen Kleidern und Kriegsbemalung in einem der Sommercamp der Hamas. - Twitter/@ofirgendelman

    Israels Streitkräfte hatten sich im vergangenen Monat einen elftägigen Schlagabtausch mit militanten Palästinensern im Gazastreifen geliefert. Dabei wurden in Israel nach offiziellen Angaben 13 Menschen getötet, in Gaza starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums 255 Menschen.

    Darunter waren auch viele Kinder und Jugendliche. Ägypten vermittelte schliesslich eine Waffenruhe zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas, die am 21. Mai in Kraft trat. Die islamistische Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft.

    UNRWA will Kinder vor Gewalt schützen

    In dem Küstengebiet leben etwa zwei Millionen Menschen unter sehr schlechten Bedingungen. Schulkinder haben bis September Ferien. Das Palästinenserhilfswerk UNRWA betreibt viele der Schulen im Gazastreifen. Eine Sprecherin der Organisation sagte, UNRWA werde von kommender Woche an eigene Sommerlager anbieten.

    Ziel sei es, Kindern dabei zu helfen, «das Trauma des letzten Krieges zu verarbeiten». UNRWA habe «null Toleranz für Gewalt, Hetze, Diskriminierung und Antisemitismus». Man achte darauf, dass Mitarbeiter und Schüler sich an diese Regeln halten. Allgemein sei es wichtig, «alle Kinder vor Gewalt und Diskriminierung zu beschützen».

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