Mexiko überschreitet Marke von 300'000 Corona-Toten

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Mexiko,

    Mexiko verzeichnet als fünftes Land über 300'000 Corona-Tote. Rund 56 Prozent der Bevölkerung sind im Land geimpft.

    Corona
    Ein Arbeiter auf einem Friedhof in Mexiko. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mexiko hat am Freitag die Marke von 300'000 Corona-Toten überschritten.
    • Insgesamt verzeichnet das Land über 4 Millionen Fälle.
    • Einen Lockdown gab es in Mexiko nie, auch die Grenzen waren immer offen.

    Als fünftes Land der Welt hat Mexiko in der Coronavirus-Pandemie inzwischen mehr als 300'000 Todesopfer registriert. Der nordamerikanische Staat meldete am Freitag 131 neue Todesfälle, womit die Gesamtzahl bei 300'101 lag. Mehr Todesopfer infolge einer Covid-19-Erkrankung haben bisher nur die USA, Brasilien, Indien und Russland verzeichnet.

    In Mexiko wird äusserst wenig auf das Coronavirus getestet. Dennoch nahm die Zahl der offiziell bestätigten Neuinfektionen zuletzt deutlich zu. Am Freitag stieg sie um 28'023 auf 4'083'118.

    Mexiko: Erst 56 Prozent geimpft

    Mexiko hat nach Angaben der OECD vom November die höchste Übersterblichkeit ihrer 38 Mitgliedstaaten. Nach Zahlen der Regierung starben in den vergangenen beiden Jahren in Mexiko bis zum 13. Dezember gut 646'000 mehr Menschen als nach dem Durchschnitt der vorherigen fünf Jahre zu erwarten gewesen wäre.

    Rund 56 Prozent der etwa 126 Millionen Einwohner – die zehntgrösste Bevölkerung weltweit – gelten als vollständig geimpft mit einem der zehn zugelassenen Vakzine. Eine Auffrischungsdosis bekommen bislang nur Menschen im Alter von mehr als 60 Jahren und Gesundheitspersonal.

    Einen Lockdown hat es während der Pandemie in dem lateinamerikanischen Land nie gegeben, die Grenzen blieben weitgehend offen. Weder bei Einreise aus dem Ausland noch an öffentlichen Orten werden Nachweise einer Impfung oder Genesung verlangt.

    Loper Obrador
    Andres Manuel Lopez Obrador, Präsident von Mexiko, sagte seine Teilnahme am Amerika-Gipfel ab. - dpa

    Der populistische Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador, der auch in der Pandemie eine Austeritätspolitik betreibt, hat die Gefahr durch das Coronavirus immer wieder heruntergespielt und falsche Informationen verbreitet – etwa, dass nicht zu lügen und zu stehlen vor einer Infektion schütze. Im Januar vergangenen Jahres, als Mexiko seine bislang tödlichste Corona-Welle erlebte, erkrankte auch López Obrador an Covid-19. Eine Maske trägt der 68-Jährige fast nie.

    Kommentare

    Weiterlesen

    corona
    Mexiko-Stadt
    Mexiko Impfen
    40 Interaktionen
    Indigene in Mexiko
    Weiterbildung
    Weiterbildung hilft

    MEHR IN NEWS

    Delsberg JU
    Pratteln BL
    Pratteln BL
    Hagel
    1 Interaktionen
    Problem für Bauern

    MEHR CORONAVIRUS

    Sportler
    40 Interaktionen
    Xhaka-Hammer
    Impfung Covid
    50 Interaktionen
    Covid-19
    Luftfahrt
    9 Interaktionen
    Passagierzahlen
    Long Covid
    4 Interaktionen
    Obwalden

    MEHR AUS MEXIKO

    2 Interaktionen
    Cabo San Lázaro/Honolulu
    Polo
    «Polo» rückt an
    karibik
    2 Interaktionen
    Zihuatanejo
    Thomas Tuchel Gras
    4 Interaktionen
    Nach Mexiko-Sieg