Mehrere Länder drohen für Corona-Aprilscherze Strafen an

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    Taiwan,

    Keine geschmacklosen Scherze in Krisenzeiten: Mehrere Länder haben vor Aprilscherzen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie gewarnt.

    Corona-Aprilscherze unerwünscht
    Corona-Aprilscherze unerwünscht - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Google verzichtet wegen Pandemie auf Tradition.

    Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen erklärte am Mittwoch im Onlinedienst Facebook, wer am 1. April Witze über die Pandemie mache, verstosse gegen das Gesetz. In Taiwan drohen für das Verbreiten von Falschinformationen bis zu drei Jahre Haft und eine Geldstrafe in Höhe von drei Millionen taiwanischen Dollar (90.300 Euro).

    Auch die thailändische Regierung warnte vor Corona-Scherzen. «Es verstösst gegen das Gesetz, am 1. April vorzugeben, man habe Covid-19», warnte die Regierung im Kurzbotschaftendienst Twitter. Darauf stünden bis zu fünf Jahre Haft.

    In Indien, wo Falschinformationen ein weit verbreitetes Problem sind, warnten Politiker ebenfalls vor fehlgeleiteten Scherzen. Die Regierung des Bundesstaates Maharashtra werde keine Gerüchte und Panikmache zulassen, schrieb der Innenminister des Bundesstaates, Anil Deshmukh, auf Twitter. Ein Sprecher der Polizei in Mumbai sagte der Nachrichtenagentur AFP, jeder, der Falschinformationen verbreite, werde strafrechtlich verfolgt.

    In Südkorea machte sich ein Mitglied der populären K-Pop-Band JYJ mit einem Corona-«Scherz» unbeliebt. Kim Jaejoong schrieb im Onlinedienst Instagram, er sei positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Besorgte Fans hinterliessen daraufhin zahllose Nachrichten mit Genesungswünschen.

    Etwa eine Stunde später machte der Sänger öffentlich, dass es sich nur um einen Scherz gehandelt habe, mit dem er das «Bewusstsein» für die Pandemie habe steigern wollen. Der JYJ-Sänger erntete mit der Aktion auch bei seinen Fans viel Kritik. «Bitte zeige etwas Respekt. Die Menschen da draussen leiden», schrieb ein Instagram-Nutzer.

    Viele Unternehmen verzichten dieses Jahr auf die Scherz-Tradition zum 1. April. Der Internetriese Google, der für seine Aprilscherze bekannt ist, nehme in diesem Jahr «aus Respekt für all jene, die gegen die Covid-19-Pandemie kämpfen», davon Abstand, zitierte das Magazin «Business Insider» aus einer E-Mail an die Google-Mitarbeiter.

    James Herring von der Londoner PR-Agentur Taylor Herring gab mit Blick auf die Corona-Krise via Twitter einen Rat: «Tipp für alle PR-Agenturen, die einen Aprilscherz planen: Macht. Es. Einfach. Nicht.»

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