Es ist das Resultat langer Bemühungen der Ureinwohner Neuseelands: Ab 2022 soll das Neujahrsfest Matariki der Maori offiziell Feiertag in ihrer Heimat sein. Ein entsprechendes Gesetz ist auf dem Weg.
Ein Maori vom Stamm der Te Atiawa begrüsst einen hohen Gast mit der traditionellen Empfangsgeste Whakawaha. Neuseeland will ab kommendem Jahr das Neujahrsfest Matariki der Maori-Ureinwohner als gesetzlichen Feiertag begehen. Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa
Ein Maori vom Stamm der Te Atiawa begrüsst einen hohen Gast mit der traditionellen Empfangsgeste Whakawaha. Neuseeland will ab kommendem Jahr das Neujahrsfest Matariki der Maori-Ureinwohner als gesetzlichen Feiertag begehen. Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Neuseeland will ab kommendem Jahr das Neujahrsfest Matariki der Maori-Ureinwohner als gesetzlichen Feiertag begehen.

Das Gesetz soll an diesem Donnerstag im Parlament verlesen und demnächst verabschiedet werden.

«Matariki wird der erste öffentliche Feiertag sein, der das Weltbild der Maori anerkennt», sagte die Stellvertretende Ministerin für Kunst und Kultur, Kiri Allan. Die Politikerin hat selbst Maori-Wurzeln.

Ministerpräsidentin Jacinda Ardern hatte das Vorhaben schon im Februar bekanntgemacht. Damit erfüllte sie ein Wahlversprechen der Labour-Partei. Es wird erwartet, dass das Gesetz mit grosser Mehrheit angenommen wird. Der Feiertag, der jedes Jahr an einem anderen Tag stattfindet, fällt 2022 auf den 24. Juni.

Schon lange gab es Bemühungen, das wichtige Fest der Ureinwohner in Neuseeland offiziell anzuerkennen. Matariki ist der Maori-Name für das Sternbild der Plejaden (Sternbild Stier). Wenn der Sternennebel im Juni in etwa zur Zeit der Wintersonnenwende das erste Mal aufgeht, beginnt in der Zeitrechnung der Maori das neue Jahr. Für sie ist es eine Zeit der Erinnerung, aber auch eine Gelegenheit, um neue Anfänge zu feiern.

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