Libyens Aussenministerin Nadschla al-Mangusch hat den langsamen Beginn des seit langem geforderten Abzugs ausländischer Kämpfer aus ihrem Land bekanntgegeben.
Libyens Aussenministerin Nadschla al-Mangusch
Libyens Aussenministerin Nadschla al-Mangusch - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • In Konflikt in nordafrikanischem Land mischen auch Söldner mit.

«Die Nachrichten stimmen... Es ist ein sehr bescheidener Anfang», antwortete die Ministerin am Sonntag bei einer Pressekonferenz in Kuwait auf die Frage, ob der Abzug der ausländischen Truppen aus Libyen begonnen habe. Ihre Regierung arbeite nun auf den Abzug einer «grösseren Zahl» und eine umfassende Abzugsstrategie hin.

«Das ist es, was wir zu erreichen versuchen werden bei der Konferenz für Libyens Stabilität Ende des Monats», fügte al-Mangusch hinzu. Wieviele ausländische Kämpfer Libyen mittlerweile verlassen haben, sagte die Ministerin nicht.

Libyen ist seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 von gewaltsamen Konflikten und Machtkämpfen geprägt. An den Auseinandersetzungen in dem ölreichen Land sind neben dschihadistischen Gruppen und Milizen sowie türkischen Soldaten auch ausländische Kämpfer etwa aus dem Tschad, dem Sudan und Syrien sowie die russische Söldnertruppe Wagner beteiligt.

Die UNO schätzt die Zahl der ausländischen Kämpfer in Libyen auf 20.000. Sie forderte gemeinsam mit der libyschen Regierung und westlichen Ländern wie Deutschland immer wieder den Abzug der ausländischen Kämpfer.

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