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    Lebensmittel knapp: Versorgungslage in Nordkorea verschlechtert sich

    Keystone-SDA
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    Südkorea,

    Laut der südkoreanischen Regierung verschärft sich die Nahrungsmittelknappheit in Nordkorea weiter. Jetzt sollen auch Militärs die Rationen gekürzt worden sein.

    Nordkorea
    Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un Ende April auf einem Foto der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA. -/KCNA/dpa - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Laut der südkoreanischen Regierung verschärft sich die Lebensmittelknappheit in Nordkorea.
    • Nordkorea soll laut Regierungsquellen die Rationen für Soldaten gekürzt haben.
    • Laut Unicef besteht für 10 Millionen Nordkoreaner keine Nahrungssicherheit.

    Die Nahrungsmittelknappheit in Nordkorea hat sich nach Einschätzung der südkoreanischen Regierung weiter verschärft. Das Regime des weithin abgeschotteten Lands habe dies praktisch eingestanden, teilte das Vereinigungsministerium in Seoul am Mittwoch mit.

    Es verwies dabei auf die Ankündigung Pjöngjangs, in diesem Monat ein Treffen der herrschenden Arbeiterpartei abhalten zu wollen. Dabei soll es darum gehen, die Strategie zur landwirtschaftlichen Entwicklung zu korrigieren.

    Nordkorea soll Rationen für Soldaten kürzen

    «Die Nahrungssituation in Nordkorea scheint sich verschlechtert zu haben», sagte Vereinigungsminister Kwon Young Se laut einer Sprecherin vor Abgeordneten.

    Auch habe sich das Land an das Welternährungsprogramm der UN gewandt, um Hilfe zu erhalten. Die Diskussionen seien aber wohl nicht weitergekommen.

    Es habe Differenzen wegen der Kontrolle der Verteilung gegeben. Das Ministerium räumte ein, dass es kein vollständiges Bild der Lage in Nordkorea habe. Es werde die Entwicklung weiter beobachten.

    Die südkoreanische Zeitung «Dong-A Ilbo» berichtete unter Berufung auf Regierungsquellen in Südkorea, dass Nordkorea zuletzt die tägliche Nahrungsration für Soldaten von 620 auf 580 Gramm pro Person gekürzt habe. Damit sei in etwa die Ration für normale Bürger erreicht. Es sie die erste Reduzierung für Soldaten seit 2000.

    Nordkorea leidet seit Jahren als Folge von Naturkatastrophen und der eigenen Misswirtschaft unter einer chronischen Nahrungsmittelknappheit. In einem Lagebericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef von Ende 2020 hiess es, dass für mehr als zehn Millionen Menschen in Nordkorea keine Nahrungssicherheit bestehe. 2,67 Millionen Kinder benötigten humanitäre Hilfe.

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