Köpfe an Touristenstrand in Ecuador gefunden
In Puerto López entdeckte die Polizei fünf abgetrennte Köpfe. Die Tat steht im Zusammenhang mit eskalierender Bandengewalt.

Die ecuadorianische Polizei hat am Sonntag an einem beliebten Touristenstrand fünf menschliche Köpfe gefunden. Die Köpfe waren mit Seilen an zwei Holzpfosten am Strand von Puerto López festgebunden, berichtet der «Spiegel».
Neben den Köpfen war eine Holztafel mit einer Drohung gegen rivalisierende Bandenmitglieder aufgestellt worden. Darauf stand: «Die Stadt gehört uns. Wenn ihr weiterhin Fischer ausraubt und Impfkarten verlangt – wir haben euch bereits identifiziert», schreibt «CBS News».
Puerto López liegt im Südwesten Ecuadors in der Provinz Manabí. Die Küstenstadt ist ein beliebtes Ziel für Touristen zur Beobachtung von Walen, erklärt der «Spiegel».
Bandenkriege erschüttern beliebten Strand
Am selben Strand waren Ende Dezember mindestens sechs Menschen bei Gewalttaten getötet worden, darunter ein zweijähriges Mädchen. Der Angriff ereignete sich an einem geschäftigen Sonntagabend am 28. Dezember 2025, als Einheimische und Touristen sich versammelten, berichtet «Latin Post».
Die Behörden führen beide Vorfälle auf Auseinandersetzungen zwischen örtlichen Banden zurück, schreibt der «Spiegel». Die sogenannten «Impfkarten» bezeichnen Schutzgelder, die kriminelle Organisationen in der Region erpressen, erklärt «CBS News».

Ecuador kämpft seit Jahren mit zunehmender Gewalt durch Drogenkartelle und organisierte Kriminalität. Die Mordrate stieg von 5,8 Tötungsdelikten je 100'000 Einwohner im Jahr 2017 auf zuletzt 50,7, berichtet die «Zeit».
Regierung ringt mit der Macht der Banden
Präsident Daniel Noboa hat wiederholt den Ausnahmezustand verhängt und das Militär zur Bekämpfung der Banden eingesetzt. Trotz der militärischen Intervention stiegen die Tötungsdelikte im Jahr 2025 auf über 9000, schreibt «Tag24».
Die Provinz Manabí gehört zu den am stärksten von Bandengewalt betroffenen Regionen des Landes. Mächtige Drogenbanden nutzen die Pazifikhäfen, um grosse Mengen Kokain nach Europa und Asien zu schmuggeln, erklärt die «Zeit».












