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Ecuador weist Kubas Botschafter und Diplomaten aus

Keystone-SDA
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Ecuador,

Ecuador hat den kubanischen Botschafter und das gesamte diplomatische Personal der sozialistischen Karibikinsel ausgewiesen.

Ecuador Präsident
Ecuadors Präsident Daniel Noboa lobt die Zusammenarbeit zwischen seinem Land und Spanien. - Keystone

«Dem Botschafter und allen Mitgliedern dieser diplomatischen Mission wurde gemäss diplomatischer Praxis eine Frist von 48 Stunden eingeräumt, um das nationale Territorium zu verlassen», teilte Ecuadors Aussenministerium mit, ohne konkrete Gründe für die Entscheidung zu nennen.

Die Regierung von Präsident Daniel Noboa erklärte demnach den kubanischen Botschafter Basilio Antonio Gutiérrez García sowie weitere Diplomaten der Botschaft zur unerwünschten Personen.

Kuba verurteilte die Entscheidung als «willkürliche und unbegründete Entscheidung». Es handle sich um «eine unfreundliche und beispiellose Handlung, die die historischen Beziehungen der Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern und Völkern erheblich beschädigt», erklärte das Aussenministerium in Havanna.

Kuba deutete zudem einen geopolitischen Hintergrund an. Die Entscheidung sei im Kontext einer verstärkten US-Aggression gegen Kuba und starken Drucks der US-Regierung auf Drittstaaten gefallen.

Ungewöhnliche Szenen vor Botschaft

An der kubanischen Botschaft in Ecuadors Hauptstadt Quito kam es unterdessen zu ungewöhnlichen Szenen. Auf Aufnahmen war zu sehen, wie ein Mann offenbar Dokumente verbrannte – laut Berichten auf der Terrasse der Botschaft. Noboa kommentierte die Bilder auf X mit den Worten «Papier-Grillen».

Washington übt seit Wochen erheblichen Druck auf Kubas kommunistische Regierung aus. Im Dezember ordnete US-Präsident Donald Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus Venezuela an – Kubas engstem Verbündeten in der Region.

Danach drohte Trump mit Zöllen gegen Kubas Öllieferanten. Mittlerweile wurden bestimmte Sanktionen gelockert. Zusätzlich kam es vor Kubas Küste zu einem Schusswechsel zwischen kubanischen Grenzschützern und der Besatzung eines in den USA registrierten Schnellbootes, bei dem vier Menschen starben.

Kommentare

User #5725 (nicht angemeldet)

Die Einschätzung von Kuba trifft den Nagel auf den Kopf.

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