Rund eine Woche nach schweren Gefechten an der Grenze zu Aserbaidschan hat Armenien eine erneute tödliche Auseinandersetzung beklagt.
Kalbadschar
Zerstörte Häuser in Kalbadschar. - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Anfang vergangener Woche war die Lage an der Grenze zwischen den Ex-Sowjetrepubliken erneut eskaliert.

In der Grenzregion Gecharkunik im Südkaukasus sei ein 19 Jahre alter armenischer Soldat durch Schüsse getötet worden, teilte das Verteidigungsministerium in Eriwan am Montagabend mit. Von aserbaidschanischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung.

Bei Gefechten wurden insgesamt mehr als zehn Menschen auf beiden Seiten getötet. Armenien warf dem Nachbarland zudem vor, rund ein Dutzend Soldaten gefangengenommen zu haben. Nach russischer Vermittlung endeten die Kämpfe.

Für Mitte Dezember ist ein Treffen zwischen Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev und dem armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan in Brüssel geplant. Das Treffen kommt nach Angaben aus Brüssel auf Initiative des EU-Ratspräsidenten Charles Michel zustande.

Seit dem jüngsten Krieg um die umkämpfte Region Berg-Karabach im vergangenen Jahr kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Im Herbst 2020 hatte Aserbaidschan grosse Teile Berg-Karabachs zurückerobert. Ein Waffenstillstand wird von 2000 russischen Soldaten überwacht.

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