Amtsinhaber Kassym-Schomart Tokajew wurde bei den Präsidentschaftswahlen in Kasachstan erneut gewählt.
Kasachstan Wahl
Kassym-Jomart Tokayev bleibt Präsident von Kasachstan - keystone
Ad

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei der Präsidentschaftswahl in Kasachstan wurde Amtsinhaber Tokajew wiedergewählt.
  • Der 69-Jährige erhielt 81,31 Prozent der Stimmen.

In Kasachstan wurde der Amtsinhaber Kassym-Schomart Tokajew bei der Präsidentschaftswahl erneut gewählt.

Laut den Angaben der Wahlkommission erreichte der 69-Jährige 81,31 Prozent der Stimmen. Konkurriert wurde der Präsident von fünf weitgehend unbekannten Kandidaten. Diese erreichten jeweils ein Wahlergebnis zwischen 2,1 und 3,4 Prozent

Kazakhstan Election
Hier wusste Kassym-Jomart Tokayev noch nicht, dass er wiedergewählt wurde. Der Präsident von Kasachstan spricht mit dne Medien, nachdem er seine eigen Stimme abgegeben hat. - keystone

Allerdings kreuzten 5,8 Prozent der Wähler und Wählerinnen auf dem Stimmzettel das Feld «Gegen alle» an. Die Wahlbeteiligung habe bei 69,4 Prozent gelegen, wie die Staatsagentur Kasinform berichtete.

«Neues Kasachstan» wurde versprochen

Rund zwölf Millionen Menschen waren am Sonntag in dem an China und Russland grenzenden Land zur Wahl aufgerufen. Internationale Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) wollten am Montag ihr Urteil über die Wahl abgeben. Schon vorab hatten sie unter anderem Einschränkungen bei der Registrierung von Kandidaten zur Wahl kritisiert.

Nursultan Nasarbaje kasachstan
Nursultan Nasarbajew war seit 1991 Präsident von Kasachstan - AFP/Archiv

Die Wahl war ursprünglich für 2024 angesetzt, im September verkündete der Staatschef den vorgezogenen Wahltermin. Tokajew hatte 2019 die Nachfolge des langjährigen Präsidenten Nursultan Nasarbajew angetreten. Der 82-Jährige hatte Kasachstan fast drei Jahrzehnte lang mit eiserner Faust regiert.

Im Wahlkampf hatte Tokajew ein «Neues Kasachstan» mit demokratischen Fortschritten und wirtschaftlichen Reformen versprochen. Allerdings dauern die Wirtschaftsprobleme in dem grössten Land Zentralasiens an, ebenso wie die autoritären Reflexe der Führung.

Mehr zum Thema:

Nursultan NasarbajewWahlkampf