Kampf gegen schädliche Fischerei-Hilfen soll Fischbestände retten

    Keystone-SDA
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    Genève,

    Im Kampf gegen schädliche staatliche Fischerei-Hilfen hat am Donnerstag in Genf eine entscheidende Verhandlungsrunde begonnen.

    Ostsee Hering
    Ostsee-Heringe in einem Kutter. (Archivbild) - DPA

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Genf wird derzeit über Massnahmen verhandelt, um die Fischbestände zu retten.
    • Im Fokus steht der Kampf gegen schädliche Fischerei-Hilfen.

    Die kommerziellen Fischereiflotten, die oft Tausende Kilometer von den heimischen Küsten entfernt unterwegs sind, sollen deutlich reduziert werden, weil sonst ein Kollaps zahlreicher Fischbestände droht.

    Für Milliarden Menschen weltweit ist Fisch eine lebenswichtige Proteinquelle. Verbraucher in reichen Ländern müssten Fisch dagegen als Delikatesse betrachten und weniger essen, fordern Umweltschützer. Die Welthandelsorganisation (WTO) will mit einem internationalen Abkommen schädliche Fischereisubventionen stoppen.

    Verhandlungen dauern bereits 20 Jahre an

    Die heute 164 Mitgliedsländer haben seit 20 Jahren erfolglos darüber verhandelt. Die neue WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala hat das Projekt zur Priorität erklärt und engagiert sich persönlich stark. Die Positionen sind aber weit auseinander.

    Nachdem Okonjo-Iweala zunächst eine Einigung im Juli in Aussicht gestellt hatte, ruderte sie zuletzt zurück. «Ich will nicht zu viel Hoffnung und falsche Erwartungen schüren», sagte sie vor wenigen Tagen. «Aber das Treffen sollte uns auf den Weg zu einem Abkommen führen.» Es soll im Dezember unterzeichnet werden.

    Streitpunkt Subventionen

    Umstritten sind unter anderem Ausnahmen von Auflagen für Entwicklungsländer sowie Treibstoffsubventionen. China hat zwar die mit Abstand grösste Fischereiflotte der Welt, ist aber als Entwicklungsland in der WTO. Damit würden etwaige Ausnahmen von neuen Auflagen auch für China gelten.

    Meeresverschmutzung
    Fischerboote verlassen den Hafen Shipu in der chinesischen Provinz Zhejiang. - dpa-infocom GmbH

    Während bei der Weltbank etwa Kriterien für Entwicklungs- oder Industrieländer gelten, kann in der WTO jedes Land selbst deklarieren, was es ist. Die EU verlangt, dass China auf jegliche Vorzugsbehandlung verzichtet.

    Die EU will weiter Subventionen zahlen dürfen, wenn Fischstände bewirtschaftet werden. Das solle unabhängig davon möglich sein, ob Massnahmen zur Bewirtschaftung Wirkung zeigen, moniert die Umweltstiftung WWF. Ausserdem will die EU die Möglichkeit für Steuervergünstigungen für Treibstoff erhalten und das Thema Steuern daher aus dem Abkommen heraushalten.

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