In der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts will Japan eigene Astronauten zum Mond schicken. Das Land beteiligt sich an der «Artemis»-Mission der USA.
Eine Illustration zeigt das Design des SpaceX Starship. Foto: SpaceX/NASA/AP/dpa
Eine Illustration zeigt das Design des SpaceX Starship. Foto: SpaceX/NASA/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Japanische Astronauten sollen in naher Zukunft auf den Mond fliegen und diesen erforschen.
  • Es sollen zudem Ausrüstung und vor allem Fahrzeuge für den Mond entwickelt werden.
  • Geplant ist, dass diese mit Wasserstoff laufen, der auf dem Mond selbst gewonnen wird.

Die Hightech-Nation Japan will in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts eigene Astronauten zum Mond schicken. Das sieht ein überarbeiteter Basisplan zur Weltraumforschung vor, wie der japanische Fernsehsender NHK nach Beratungen des zuständigen Strategiezentrums am Sitz von Ministerpräsident Fumio Kishida berichtete.

Wasserstoffgewinnung auf dem Mond

«In der zweiten Hälfte der 2020er Jahre wollen wir die Mondlandung japanischer Astronauten realisieren», erklärte Kishida und konkretisierte damit die bereits seit längerem bestehenden Pläne für die Erforschung des Mondes. Japan beteiligt sich auch an der «Artemis»-Mission der USA und will Ausrüstung für eine Mondstation und Transportgefährte für die Mondoberfläche entwickeln.

Wasserstoff
Wasserstoff ist gerade im Langstreckenbereich eine interessante Alternative zu Benzin und Diesel. - dpa-infocom GmbH

Die asiatische Hightech-Nation hatte sich zuvor schon zum Ziel gemacht, künftig Wasserstoff als Treibstoff zu verwenden, den die Japaner aus den Eisvorkommen des Mondes gewinnen wollen. So soll um 2035 eine Treibstofffabrik am Südpol des Mondes errichtet werden. Ziel ist nach früheren Angaben der japanischen Raumfahrtagentur Jaxa, damit ein wiederverwendbares Raumschiff zu versorgen. Auch soll damit in Zukunft ein Transportfahrzeug auf dem Mond angetrieben werden.

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