Israels Verteidigungsminister Benny Gantz hat sich wieder mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas getroffen. Die beiden sprachen sich bereits im August.
Abbas
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Benny Gantz und Mahmud Abbas haben sich für ein Gespräch getroffen.
  • Beide Seiten hätten ein Interesse an einer Vertiefung der Sicherheitszusammenarbeit.
  • Zuletzt kam es zu mehreren Anschlägen von Palästinensern auf Israelis.

Israels Verteidigungsminister Benny Gantz ist erneut mit dem Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas zusammengetroffen. Bei dem Gespräch sei es «um eine Reihe von Sicherheitsfragen und zivile Themen gegangen», teilte eine Sprecherin des Verteidigungsministers am Mittwoch mit. Nach israelischen Medienberichten empfing Gantz den 86-jährigen Abbas am Dienstagabend in seinem Haus in Rosch Haajin östlich von Tel Aviv. Die beiden Politiker hatten sich bereits im August getroffen.

Bei dem neuen Gespräch informierte Gantz Abbas den Angaben zufolge über seine Absicht, «im wirtschaftlichen und zivilen Bereich vertrauensbildende Massnahmen voranzutreiben».

Zuletzt mehrere Anschläge

Beide Seiten hätten ein gemeinsames Interesse an einer Vertiefung der Sicherheitszusammenarbeit, an einer Gewährleistung regionaler Sicherheit und Verhinderung von Terror und Gewalt.

Im Westjordanland und Ost-Jerusalem ist es in den vergangenen Wochen zu mehreren Anschlägen von Palästinensern auf Israelis gekommen, einige davon verliefen tödlich. Ausserdem gibt es verstärkt Berichte über gewaltsame Übergriffe israelischer Siedler gegen palästinensische Einwohner.

Benny Gantz
Benny Gantz, Verteidigungsminister von Israel, gibt im israelischen Verteidigungsministerium eine Erklärung ab. - dpa

Die Friedensgespräche beider Seiten unter US-Vermittlung liegen seit 2014 brach. Nach dem Machtwechsel in den USA zu Jahresbeginn hatte Abbas die Bereitschaft zu einer Wiederaufnahme des Nahost-Friedensprozesses mit dem Ziel eines unabhängigen Palästinenserstaates geäussert.

Ein Neustart gilt jedoch als sehr unwahrscheinlich. Israels Ministerpräsident Naftali Bennett von der ultrarechten Jamina-Partei lehnt die Einrichtung eines palästinensischen Staates ab. Er will jedoch Konflikte verringern und die Lebensbedingungen im Westjordanland verbessern.

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