Bundesökonomen: Schwächeres Wachstum bei anhaltend hohem Ölpreis
Die aktuelle Prognose der Expertengruppe des Bundes basiert auf einem Ölpreis von 70 US-Dollar pro Fass im 2026 und 2027. Sollte er aber auf dem aktuell deutlich höheren Niveau bleiben, ist mit einem schwächeren Wachstum und einer höheren Inflation zu rechnen, wie es in einem Bericht des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) vom Mittwoch heisst.

Konkret sagen die Experten bei einem Fasspreis von gut 90 Dollar im laufenden und von knapp 80 Dollar im nächsten Jahr ein BIP-Wachstum von 0,8 Prozent (2026) und 1,6 (2027) voraus. Die Inflation würde in einem solchen Szenario auf 0,7 Prozent im Jahresdurchschnitt 2026 und 2027 ansteigen.
Zum Vergleich: Bei einem Ölpreis von lediglich rund 70 Dollar erwarten die Experten ein Wachstum von 1,0 Prozent im 2026 und von 1,7 Prozent im 2027. Die Inflation wird mit 0,4 und 0,5 Prozent prognostiziert.
Im Vergleich zum Euroraum, für den bei einem anhaltend hohen Ölpreis ein Anstieg der Inflation im laufenden Jahr auf 3,7 statt 2,5 Prozent vorhergesagt wird, seien die Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft allerdings moderat, heisst es in der Studie weiter. Zurückzuführen sei dies vor allem auf die geringere Abhängigkeit von Öl und Gas der hiesigen Wirtschaft.
Der Anteil am Warenkorb sei weniger als halb so gross wie im Euroraum. Zudem bremse die Aufwertung des Frankens die Inflation.
Diese bleibe denn auch in dem von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) angepeilten Bandbreite von 0 bis 2 Prozent, so die Studie. Für den Euroraum wäre hingegen in einem solchen Szenario mit einer kurzfristigen Zinserhöhung zu rechnen.






