Israels Ex-Aussenministerin Livni zieht sich aus der Politik zurück

    Keystone-SDA
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    Israel,

    2009 wäre sie fast Regierungschefin geworden, jetzt zieht sie sich aus der Politik zurück: Die Aussenministerin Israels war an der Pressekonferenz gerührt.

    Die ehemalige Aussenministerin Israels verkündete ihren Rückzug aus de
    Zipi Livnis sitz an einem Tisch. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die ehemalige Aussenministerin Israels verkündete ihren Rückzug aus der Politik.
    • Sie arbeitete früher für den Geheimdienst.

    Die ehemalige israelische Aussenministerin Zipi Livni hat sieben Wochen vor der Parlamentswahl ihren Abschied aus der Politik verkündet. «Ich ziehe mich aus dem politischen Leben zurück und die von mir geleitete Bewegung wird nicht an den nächsten Wahlen teilnehmen.»

    Das sagte eine sichtlich bewegte Livni während einer Pressekonferenz am Montag in Tel Aviv. Ihre liberale Partei Hatnua (Bewegung) habe «nicht genug politisches Gewicht, um alleine anzutreten», fügte Livni hinzu.

    Die 60-jährige Livni war früher Abgeordnete für den Likud, die Partei des jetzigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. 2005 schloss sie sich der Kadima-Partei an, einer vom damaligen Ministerpräsidenten Ariel Scharon gegründeten Likud-Abspaltung.

    Zionistische Union

    Von 2008 bis 2012 war Livni Kadima-Chefin, bevor sie 2012 Hatnua gründete. Zusammen mit der Arbeiterpartei von Avi Gabbay bildete sie die Hauptoppositionskraft im Parlament - bis Gabbay im Januar diese sogenannte Zionistische Union auflöste.

    Livni war unter anderem Aussenministerin (2006-2009), Übergangsregierungschefin, Justizministerin und Einwanderungsministerin. Internationale Anerkennung gewann sie nicht zuletzt wegen ihrer Rolle in den Verhandlungen mit den Palästinensern.

    Fast Regierungschefin

    Sie arbeitete zudem für den israelischen Geheimdienst Mossad und wäre nach der Parlamentswahl 2009 als Kadima-Kandidatin beinahe Regierungschefin geworden.

    Umfragen für die anstehenden Wahlen am 9. April lassen jedoch wenig Hoffnung darauf zu, dass Hatnua den Einzug in den Knesset schafft. Am Montag warnte Livni, Israels Demokratie werde angegriffen und «Frieden ist zu einem schlimmen Wort geworden» - Verweise auf die rechtsgerichtete Regierung Netanjahus.

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