Chemie

    Israels Chemie-Nobelpreisträgerin Ada Jonath gestorben

    Keystone-SDA
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    Die israelische Chemie-Nobelpreisträgerin Ada Jonath, eine Pionierin der Ribosomenforschung, ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Das israelische Weizmann-Institut in Rechovot teilte mit, es trauere um die Professorin aus seiner Abteilung für Chemische und Strukturelle Biologie. Für ihre Forschungen auf dem Gebiet des Ribosoms, der «Proteinfabrik» der Zelle, war Jonath 2009 gemeinsam mit den US-amerikanischen Wissenschaftlern Venkatraman Ramakrishnan und Thomas A. Steitz mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet worden. Sie war die erste Wissenschaftlerin in Israel, die diesen Preis erhielt.

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    Die israelische Chemie-Nobelpreisträgerin Ada Jonath ist gestorben. - keystone

    «Ihre jahrzehntelange wissenschaftliche Arbeit trug wesentlich zum Verständnis der Wirkungsweise verschiedener Antibiotika bei und half damit, den Weg für die Entwicklung neuer Antibiotika und den Kampf gegen antibiotikaresistente Bakterien zu ebnen», hiess es in der Mitteilung. Neben dem Nobelpreis erhielt sie Dutzende weitere Auszeichnungen und Ehrungen, darunter den Israel-Preis für Chemie und den Wolf-Preis für Chemie.

    Professorin Jonath sei ein klassisches Beispiel dafür gewesen, «wie wissenschaftliche Vision, der Mut, eine grosse wissenschaftliche Frage zu wählen, und unerschütterliche Hingabe zu ihrer Erforschung zu aussergewöhnlichen Errungenschaften führen und die Grenzen des Wissens zum Wohle künftiger Generationen der Menschheit erweitern können».

    Jonath wurde am 22. Juni 1939 in Jerusalem geboren. Sie studierte Chemie und Biochemie an der Hebräischen Universität ihrer Heimatstadt und promovierte 1968 auf dem Gebiet der Röntgenkristallographie. 1970 gründete sie am Weizmann-Institut Israels erstes Labor für Proteinkristallographie. Später wurde sie Professorin für Strukturbiologie und leitete mehrere Forschungszentren des Instituts.

    Mit Jonaths Nobelpreis erhielt das renommierte Weizmann-Institut seinen ersten Nobelpreis überhaupt. Die Wissenschaftlerin hinterlässt eine Tochter und eine Enkelin.

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