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    Israels Armee bestreitet Hinrichtung von Rettern

    Keystone-SDA
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    Israels Armee gerät unter Druck: Sie räumt ein, den tödlichen Beschuss palästinensischer Rettungskräfte im Gazastreifen zunächst falsch dargestellt zu haben.

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    Israels Armee geht im zerstörten Gazastreifen weiter gegen die Hamas vor. (Archivbild) - Mohammad Abu Samra/AP/dpa

    Der Tod einer Gruppe von palästinensischen Rettungskräften im Gazastreifen durch Schüsse israelischer Soldaten bringt das Militär in Erklärungsnot. Laut der «Times of Israel» räumte die Armee am Abend ein, dass ihre anfängliche Darstellung des Vorfalls von vor rund zwei Wochen inkorrekt war.

    Die Truppen hätten jedoch niemanden hingerichtet und auch nichts zu vertuschen versucht. Unter den Getöteten seien mehrere Mitglieder der islamistischen Terrororganisation Hamas. Der Fall werde erneut untersucht und heute dem Generalstabschef Ejal Zamir vorgelegt, hiess es.

    Ejal Zamir
    Generalstabschef Ejal Zamir. (Archivbild) - keystone

    Ein Kranken- und ein Feuerwehrwagen waren am 23. März nach Angaben des Palästinensischen Roten Halbmonds (PRCS) in Rafah von israelischen Soldaten angegriffen worden. Die Leichen von 14 Männern konnten erst sieben Tage später aus einem Massengrab geborgen werden. Laut dem «Wall Street Journal» handelte es sich dabei um acht Sanitäter des Roten Halbmonds sowie sechs des palästinensischen Zivilschutzes. Zudem sei an einer anderen Stelle die Leiche eines UN-Mitarbeiters gefunden worden. Ein Mann werde vermisst.

    Die israelische Armee hatte damals behauptet, dass sich mehrere Fahrzeuge auf verdächtige Weise – ohne Koordinierung und ohne Scheinwerferlicht – den Truppen genähert hätten. Das Militär habe nun eingeräumt, dass diese Darstellung falsch war und auf den Aussagen der Soldaten beruhte, die an dem Vorfall beteiligt waren, berichtete die «Times of Israel».

    Video mit letzten Minuten im Leben der Retter

    Der Rote Halbmond hatte bei einem der getöteten Sanitäter ein Mobiltelefon gefunden, auf dem die letzten Minuten des Rettungstrupps per Video und Audio aufgezeichnet sind. Auf dem Video sind Krankenwagen und ein Feuerwehrfahrzeug zu sehen, die deutlich markiert sind und sich mit Scheinwerferlicht und Blaulicht fortbewegen. Eine Kopie des Materials sandte die Organisation nach eigenen Angaben an den UN-Weltsicherheitsrat.

    Durch einen UN-Diplomaten waren die Aufnahmen an die «New York Times» gelangt, die sie in der Nacht zum Samstag veröffentlichte. Laut der «Times of Israel» wollte die Armee den Zwischenfall in Rafah im Süden Gazas daraufhin erneut gründlich untersuchen.

    Die Bildaufzeichnung bricht nach weniger als einer Minute ab, als der Konvoi unter israelischen Beschuss gerät. Nach Einschätzung des Roten Halbmonds wurden die unbewaffneten Retter aus nächster Nähe erschossen. Die bisherigen Ermittlungen der Armee hätten dagegen ergeben, dass dies nicht der Fall war, berichtete die «Times of Israel».

    Bericht: Hamas-Kämpfer unter Getöteten

    Mindestens sechs der 15 Getöteten seien von Geheimdienstmitarbeitern sofort als Hamas-Kämpfer identifiziert worden. Nach den tödlichen Schüssen habe ein Vize-Bataillonskommandeur mit seinen Soldaten die Leichen eingesammelt, sie in Sand eingegraben und die Stelle markiert, berichtete die Zeitung weiter. Nach Angaben des Militärs sei das Vergraben von Leichen eine gängige Praxis, um zu verhindern, dass wilde Hunde und andere Tiere die Leichen fressen.

    israelische Armee
    Mehrere Hamas-Mitglieder sollen unter den Toten sein. - kEYSTONE/EPA/MOHAMMED SABER

    Die Armee habe ein UN-Team über die Stelle informiert. Am nächsten Tag habe das UN-Team den Ort jedoch nicht finden können; die Armee sei da schon mit anderen Aufgaben befasst gewesen. Die UN-Seite sei dann aufgefordert worden, einige Tage später zurückzukehren. Dem «Wall Street Journal» zufolge hatte das Team der Vereinten Nationen dagegen mehrere Tage vergeblich auf die Erlaubnis der israelischen Armee gewartet, nach den Getöteten zu suchen.

    UN-Hilfswerk fordert Zugang für Hilfskonvois

    Das UN-Kinderhilfswerk Unicef wies unterdessen auf die Not der rund eine Million Kinder und Jugendlichen in Gaza hin. Tausende Paletten mit Hilfsgütern stünden zwar an der Grenze bereit, aber der Zugang zu dem abgeriegelten Küstengebiet sei seit dem 2. März gesperrt, beklagte der zuständige Regionaldirektor Edouard Beigbeder. Gebrauchsfertige Säuglingsnahrung sei nur noch für 400 Kinder und für einen Monat übrig. Unicef schätzt aber, dass fast 10.000 Säuglinge unter sechs Monaten zusätzliche Nahrung benötigen.

    Unicef forderte die Kriegsparteien – also Israel und die Hamas – erneut auf, die Feindseligkeiten einzustellen und die gebrochene Feuerpause wiederherzustellen. An die Hamas appellierte Unicef, die von ihr aus Israel verschleppten Geiseln freizulassen. Auslöser des Kriegs war das Massaker palästinensischer Terroristen aus Gaza am 7. Oktober 2023 in Israel.

    Trump will Netanjahu am Montag erneut empfangen

    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu reist derweil nach eigenen Angaben heute nach Washington ab, wo er sich am Montag zum zweiten Mal seit dem Amtsantritt Donald Trumps mit dem US-Präsidenten treffen wird. Trump ist als enger Verbündeter Netanjahus bekannt.

    Trump
    US-Präsident Donald Trump will den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu erneut empfangen. (Archivbild) - Alex Brandon/AP/dpa

    Der israelische Regierungschef schrieb auf der Online-Plattform X, er werde mit dem US-Präsidenten unter anderem über das neue US-Zollpaket, die Bemühungen um die Freilassung der Hamas-Geiseln, die Beziehungen zwischen Israel und der Türkei, die Bedrohung durch den Iran und den Kampf gegen den Internationalen Strafgerichtshof reden.

    Kommentare

    User #3545 (nicht angemeldet)

    Schaut euch dieses Bild an. Das Land ist komplett kaputt! Wie kann man noch da leben?

    Ghost66

    Die USA Unterstützt Israel voll und Ganz deswegen kann auch Israel machen was Sie möchten. Warum wurde Netanjahu nicht Verhaftet in Ungarn Weill Trump in den Haag Gedroht hat. Israel will die ganze GAZA Übernehmen ist Egal was es Kostet, was Netanjahu macht ist Völkermord. Europa und die ganze Welt schaut nur zu warum Helfen Sie dort nicht warum Beharrt Europa nicht auf 2 Staaten System, Weill Sie die Hosen voll haben von der USA. Abe oder Ukraine Stecken Sie Milliarden und dazu noch Kriegsmaterial. Es ist alles Verschissen auf dieser Welt, es ist an der Zeit das mal der 3. WK Anfängt und Russland und China . Nordkorea Anfängt mit Atombomben. Dann ist es Gerächt für alle Länder. Dann gibt es zu 100% kein Land mehr wo sich Verteidigen müssen.

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