Israelischer Luftangriff tötet mutmasslichen Geiselnehmer
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen Gaza-Einwohner getötet, der am 7. Oktober 2023 an der Entführung von Israelis in den Gazastreifen beteiligt gewesen sein soll. Saher Saker sei am Samstag bei einem israelischen Luftangriff in Nuseirat im Zentrum des Küstenstreifens getötet worden, teilte auch das Al-Aksa-Krankenhaus im Gazastreifen mit. Drei weitere Menschen seien dabei verletzt worden. Aus Kreisen der islamistischen Terrororganisation Hamas hiess es ebenfalls, Saker sei an der Geiselnahme vor knapp drei Jahren beteiligt gewesen.

Die israelische Armee bestätigte palästinensische Berichte, denen zufolge Saker damals auf einem Motorrad gefahren sei, mit dem die Israelin Noa Argamani und ihr Freund Avinatar Or entführt worden waren. Zuletzt sei er an der Planung neuer Anschläge beteiligt gewesen und daher getötet worden, «um die von ihm ausgehende Bedrohung zu beseitigen».
Das Schicksal der vom Nova-Musikfestival in Israel in das angrenzende Küstengebiet verschleppten jungen Frau hatte weltweit grosse Anteilnahme ausgelöst. Aufnahmen, wie sie von den Terroristen auf einem Motorrad entführt wurde und dabei verzweifelt und weinend um Hilfe rief, kursierten in sozialen Medien.
Im Juni 2024 wurde Argamani von einer israelischen Spezialeinheit gemeinsam mit drei weiteren Geiseln aus der Gewalt der Hamas befreit. Laut Armee kam es dabei zu heftigen Gefechten mit bewaffneten Palästinensern. Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde wurden 274 Palästinenser getötet. Bei den Angaben wurde nicht zwischen Kämpfern und Zivilisten unterschieden.
Im vergangenen Jahr hatte Argamani eine Ansprache vor dem UN-Sicherheitsrat gehalten und dabei von schrecklichen Umständen der Geiselhaft berichtet.










