Hisbollah

Ab heute, 16 Uhr: Israel und Hisbollah einigen sich auf Waffenruhe

Redaktion
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Israel,

Israel und die Hisbollah haben sich ab heute Freitag auf einen Waffenstillstand geeinigt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Libanon
Israel und die Hisbollah-Miliz haben sich auf eine Waffenruhe geeinigt. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwischen Israel und der Hisbollah soll am Freitag um 16 Uhr Ortszeit eine Waffenruhe in Kraft treten.
  • USA, Katar und Iran halfen laut der Nachrichtenagentur Reuters bei den Verhandlungen mit.
  • Der Deal folgt auf einen erneuten Schusswechsel zwischen beiden Seiten.

Israel und die libanesische Hisbollah-Miliz haben sich nach Angaben eines US-Regierungsvertreters auf eine neue Waffenruhe geeinigt.

Diese sollte am Freitag um 16.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr/MESZ) in Kraft treten. Der Hisbollah nahe stehende Quellen bestätigten die Vereinbarung, Details nannten sie nicht. Eine offizielle Reaktion aus Israel lag zunächst noch nicht vor.

Wegen der gegenseitigen Angriffe war zuvor eine für Freitag angedachte erste Gesprächsrunde zwischen dem Iran und den USA zur Ausgestaltung des Rahmenabkommens in der Schweiz abgesagt worden.

Libanon
Die Waffenruhe soll heute Freitag um 16 Uhr in Kraft treten. (Symbolbild) - keystone

Das libanesische Nachrichtenportal Al Mayadeen, das der Hisbollah nahesteht, berichtete unter Berufung auf nicht näher genannte iranische Regierungsquellen, Teheran habe an den Gesprächen wegen der israelischen Luftschläge im Libanon zunächst nicht teilnehmen wollen.

In iranischen Medien wurde noch kurz vor der angekündigten Waffenruhe mit einer erneuten Schliessung der für die Energiewirtschaft wichtigen Strasse von Hormus gedroht.

Die Durchfahrten durch die Meerenge hatten in den vergangenen Tagen leicht zugenommen.

Hätte der Waffenstillstand schon viel früher in Kraft treten müssen?

Israel und Hisbollah werfen sich Verstösse gegen Waffenruhe vor

Israel und die Hisbollah hatten sich gegenseitig vorgeworfen, eine im Rahmenabkommen vereinbarte Waffenruhe gebrochen zu haben.

Die israelische Armee griff nach eigenen Angaben in der Nacht und am Freitagmorgen mehr als 150 Stellungen der Hisbollah aus der Luft an. Zuvor habe die Miliz Raketen auf israelische Soldaten im Südlibanon abgefeuert, schrieb die Armee auf X.

Vier israelische Soldaten wurden nach Militärangaben getötet. Vier weitere Soldaten wurden bei einem Drohnenangriff verletzt.

Dem Gesundheitsministerium in Beirut zufolge wurden auf libanesischer Seite 21 Menschen getötet und weitere 39 verletzt. Acht Getötete seien Mitglieder derselben Familie, hiess es in der Mitteilung.

Netanjahu: Armee soll hart gegen Hisbollah vorgehen

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wies die Armee daraufhin an, mit aller Härte gegen die Hisbollah vorzugehen. Israel werde keine Angriffe auf seine Soldaten oder sein Territorium dulden. Die Hisbollah ihrerseits warf Israel vor, sich zu keinem Zeitpunkt an eine Waffenruhe gehalten zu haben. Sie ist der wichtigste Verbündete des Irans in der Region.

Der libanesische Präsident Joseph Aoun beschuldigte Israel, die Bemühungen um ein Ende der Gewalt zu untergraben und bei seinen Angriffen unschuldige Zivilisten zu treffen.

Rahmenabkommen sieht ein Ende der Gewalt vor

Das vor wenigen Tagen vereinbarte Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA sieht zwar eine umfassende Beendigung der militärischen Konflikte in der Region vor, enthält aber keine Klausel über einen Abzug der israelischen Truppen.

Kommentare

User #7598 (nicht angemeldet)

In den Augen der Hisbollah und Hamas sind alle anders denkenden die Feinde, steht in der Satzung. Israel wurde bereits ein Tag nach Gründung 1948 schon angegriffen obwohl sie damals einer Zweistaatenlösung zugestimmt haben. Zudem waren vorher die Palästinenser Verbündete der Deutschen, Husseini hatte eigene ss Truppen usw.

User #1950 (nicht angemeldet)

Der israelische Verteidigungsminister und Justizflüchtling Itamar Ben Gvir vorgestern: "Wir können nicht einfach aufhören, Häuser im Libanon zu zerstören. Wir können nicht zulassen, dass die Bevölkerung in den Südlibanon zurückkehrt." Es geht nicht um die Hisbollah. Sie sagen offen, worum es ihnen geht: Zerstörung und Vertreibung. Und genau darum wird dieser sogenannte Waffenstillstand nicht halten.

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