Israel tauscht 700'000 Corona-Impfdosen mit Südkorea aus

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Weil viele Vakzine nicht länger haltbar sind, geht Israel mit Südkorea ein Tauschgeschäft ein. Israel wird 700'000 Impfdosen nach Südkorea schicken.

    Israeli cabinet meeting
    Israels Ministerpräsident Naftali Bennett spricht während einer Kabinettssitzung. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Israel wurde der grösste Teil der Bevölkerung bereits gegen Covid-19 geimpft.
    • Zahlreiche Impfdosen, für die der Staat keine Verwendung findet, verfallen Ende Juli.
    • Die Vakzine werden an Südkorea abgegeben, das asiatische Land revanchiert sich im Herbst.

    Israel tauscht nach eigenen Angaben rund 700'000 Impfdosen des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer mit Südkorea aus. Ministerpräsident Naftali Bennett hatte in den vergangenen Wochen zum Impfen gedrängt. Und auf die beschränkte Haltbarkeit der Impfdosen im Land bis Ende Juli hingewiesen.

    Israel werde die rund 700'000 Einheiten sofort nach Südkorea schicken. Das teilte die Regierung in Jerusalem in der Nacht zu Dienstag mit. Südkorea werde wiederum die gleiche Anzahl von einer Lieferung im September und Oktober nach Israel schicken. Mitte Juni war ein ähnlicher Handel mit der palästinensischen Autonomiebehörde gescheitert.

    Coronavirus
    Ein Kind wird in Tel Aviv, Israel, gegen das Coronavirus geimpft. - keystone

    Israel hatte rund eine Million Impfdosen tauschen wollen. Doch nach der Lieferung von rund 100'000 Impfdosen sagten die Palästinenservertreter den Deal wieder ab. Die Impfdosen entsprächen nicht den Vorgaben, hiess es mit Verweis auf deren baldiges Ablaufdatum.

    Delta-Variante breitet sich in Israel aus

    In Israel steigt trotz einer hohen Impfquote seit rund zwei Wochen die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen deutlich an. Am Sonntag wurden laut Gesundheitsministerium 344 Personen positiv getestet.

    Zuletzt wurden Anfang April mehr als 300 Corona-Neuinfektionen an einem Tag festgestellt. Der grösste Teil der Neuinfektionen steht im Zusammenhang mit der Delta-Variante, die zuerst in Indien nachgewiesen wurde. Viele der Infizierten sind jüngere Menschen.

    Die Zahl der schwer an Covid-19 Erkrankten stieg leicht auf 35 an. Seit rund zwei Wochen ist kein Todesfall mehr im Zusammenhang mit dem Virus registriert worden.

    Israel gilt wegen seiner erfolgreichen Impfkampagne als Vorzeigeland im Kampf gegen das Coronavirus. Von rund 9,3 Millionen Einwohnern haben 5,7 Millionen Menschen die erste Impfung erhalten, davon sind 5,2 Millionen vollständig geimpft. Dies entspricht 56 Prozent der Bevölkerung.

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