Israel hat 23 Tonnen Schokolade beschlagnahmt, die auf dem Weg in den Gazastreifen waren. Grund dafür: Der Verdacht auf Terrorfinanzierung der Hamas.
lindt schokolade
Schokoladentafeln in der Herstellung. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • 23 Tonnen Schokolade wurden von Israel beschlagnahmt.
  • Das Land hegte den Verdacht der Terrorfinanzierung.
  • Verkauft wurden die Schokoriegel angeblich von der islamistischen Hamas.

Israel hat nach eigenen Angaben wegen des Verdachts der Terrorfinanzierung 23 Tonnen Schokoladen-Riegel auf dem Weg in den Gazastreifen beschlagnahmt. Verteidigungsminister Benny Gantz habe die Massnahme genehmigt, weil entsprechende nachrichtendienstliche Informationen vorgelegen hätten, bestätigte eine Sprecherin des Ministers am Montag.

Für den Verkauf der Schokoladenriegel wären Mitglieder der islamistischen im Gazastreifen herrschenden Hamas verantwortlich gewesen. Mit dem Geld hätten Terroraktivitäten der Palästinenserorganisation finanziert werden sollen.

Elftägiger Konflikt im Mai

Israel kontrolliert die Wareneinfuhr in das Küstengebiet. Das Land hatte 2007 eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Massnahme mit Sicherheitsinteressen.

hamas
Ismail Hanija, Hamas-Chef. - dpa

Die EU, USA und Israel stufen die Hamas als Terrororganisation ein. In dem Küstenstreifen leben rund zwei Millionen Menschen, davon ein Grossteil nach Angaben von Hilfsorganisationen unter sehr schlechten Bedingungen.

Im Mai war zwischen Israel und militantem Palästinensern im Gazastreifen ein elftägiger bewaffneter Konflikt ausgebrochen. Dabei wurden in Israel nach offiziellen Angaben 13 Menschen getötet, im Gazastreifen starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums 255 Menschen. Ägypten vermittelte schliesslich eine Waffenruhe.

Mehr zum Thema:

Verkauf EU Hamas Schokolade