Wegen der Corona-Pandemie wurden im vergangenen Jahr keine Visa verteilt. Jetzt dürfen 500 Christen an Weihnachten nach Bethlehem reisen.
Israel
Blick auf Gazastreifen (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Gazastreifen leben rund eintausend Christen.
  • Im vergangenen Jahr durften sie wegen Corona nicht nach Bethlehem reisen.
  • Nun vergibt Israel aber erneut 500 Visa – an Genesene oder Geimpfte.

500 Christen aus dem Gazastreifen dürfen an Weihnachten nach Bethlehem reisen. Israel erlaubt ihnen nach eigenen Angaben die Einreise nach Ost-Jerusalem und in das besetzte Westjordanland.

In Bethlehem im südlichen Westjordanland ist nach christlicher Überlieferung Jesus von Nazareth geboren worden.

In Jerusalem ist er laut Evangelisten gestorben und wieder auferstanden. Die Genehmigungen würden voraussichtlich in den kommenden Tagen ausgegeben, sagte ein Sprecher der zuständigen Behörde am Donnerstag.

Von den rund zwei Millionen Einwohnern im Gazastreifen sind rund eintausend Christen. Die dort herrschende, islamistische Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft.

Visa nur an Geimpfte oder Genesene

Laut einer Mitteilung werden die Visa an gegen das Coronavirus Geimpfte und von dem Virus Genesene erteilt - sowie nach einer Sicherheitsbewertung. Ausserdem erhielten 15'000 Christen aus dem Westjordanland eine Einreisegenehmigung nach Israel, hiess es. Bisher seien 5000 Genehmigungen erteilt worden, sagte der Sprecher.

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Geburtskirche in Bethlehem - AFP

Israel vergibt grundsätzlich an den hohen christlichen Feiertagen Ostern und Weihnachten Genehmigungen zur Einreise für Christen aus den Palästinensergebieten. Damit können diese sowohl die heiligen Stätten in Bethlehem und Jerusalem besuchen, als auch ihre Familien.

Im vergangenen Jahr wurden zu Weihnachten wegen der Corona-Pandemie allerdings keine Visa erteilt. In der Vergangenheit gab es von palästinensischer Seite immer wieder Kritik an den Vergabekriterien, etwa weil etwa nur ältere Menschen einreisen durften.

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