Schweizer Börse

    Hohe Energiepreise belasten Schweizer Börse

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Die anhaltend hohen Energiepreise haben die Börsen in ganz Europa belastet. Auch der Schweizer Leitindex SMI konnte sich dem Abwärtssog nicht entziehen.

    SMI
    Auch der Schweizer Leitindex SMI konnte sich dem Abwärtssog nicht entziehen. (Symbolbild) - depositphotos

    Der SMI schloss am Mittwoch um 1,8 Prozent tiefer auf 13'804 Punkten. Von den 20 Werten schlossen einzig Logitech und Alcon leicht fester. Zuletzt tendierte der SMI Mitte Juni auf einem ähnlichen Niveau. Die Gewinne der letzten drei Monate sind damit verpufft.

    Auch andere europäische Märkte litten unter der schlechten Stimmung. Der deutsche Dax (-1,7 Prozent), der französische CAC 40 (-1,9 Prozent) und auch der britische FTSE 100 (-1,3 Prozent) schlossen ebenfalls klar tiefer. Auch die US-Börsen notieren am Abend im Minus.

    Schuld für den Rückgang sind vor allem die wieder deutlich gestiegenen Energiepreise. So kletterte der Preis für die Nordseesorte Brent erstmals seit zwei Monaten über die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar.

    Auch der Preis für Erdgas im richtungsweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF erreichte in Europa mit mehr als 80 Euro den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Dies ist insbesondere auch ein Problem, da die Speicher für den Winter bekanntlich nicht sonderlich gut gefüllt sind.

    Getrieben wurden die Preise vor allem durch den sich weiter zuspitzenden Konflikt um den Persischen Golf. Eine Deeskalation scheint aktuell nicht in Sicht.

    Klar unter Verkaufsdruck standen in diesem Umfeld Bauwerte. Amrize, Holcim, Sika und Geberit büssten zwischen 2,7 und 3,2 Prozent ein.

    Auch Technologiewerte wurden aus den Portfolios entfernt. Im SLI traf es vor allem den Halbleiterzulieferer VAT mit Abgaben von 2,0 Prozent. Ebenso standen die zuletzt vom Rechenzentrumsboom profitierenden ABB (-3,3 Prozent) unter Verkaufsdruck.

    Bei den SMI-Schwergewichten gaben Nestlé (-3,3 Prozent) die Gewinne vom Vortag wieder ab. Den SMI belasteten auch Roche (-0,8 Prozent). Branchenkollege Novartis (-0,1 Prozent) fand nach dem Kurssturz vom Vortag in Folge erneuter Studienmisserfolge einen Boden.

    Die grössten Einbussen im SMI verzeichneten hingegen Richemont (-4,7 Prozent), Swatch hielten sich mit einem Minus von 1,9 Prozent etwas besser. Neben schlechten Konjunkturdaten aus China belastet laut Händlern auch eine negative Branchenstudie den Sektor in ganz Europa.

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