Iran droht mit Angriffen auf US‐Ziele in den Emiraten
Vor bald zwei Wochen griffen die USA und Israel den Iran an, der grossflächig zurückschlug. Die für den Öl-Handel wichtige Strasse von Hormus ist blockiert.
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Das Wichtigste in Kürze
- Die USA und Israel greifen weiterhin Ziele im Iran und Libanon an.
- Der Iran schlägt zurück und bombardiert auch die Golfstaaten.
- Wegen der Eskalation im Nahen Osten sind die Benzin-Preise stark angestiegen.
Seit mehr als einer Woche eskaliert die Lage im Nahen Osten: Nach Angriffen Israels und der USA schlägt der Iran zurück, indem er Golfstaaten attackiert, was auch Touristen betrifft. Zudem blockiert Teheran die Strasse von Hormus, wodurch die Ölpreise stark anstiegen.
Bei den Angriffen wurde Ali Khamenei, der Oberste Führer des Irans, getötet. Sein Sohn Mojtaba wurde zum Nachfolger ernannt. Doch auch er soll verletzt worden sein.
Donald Trump hat bereits mehrfach von einem baldigen Kriegsende gesprochen. Die Ziele und der langfristige Plan der USA im Nahen Osten sind nicht klar. Mittlerweile hat das Pentagon entschieden weitere Kriegsschiffe und weitere 5000 Marine-Infanteristen nach Nahost zu schicken.
Im Ticker von Nau.ch verpasst du keine neue Entwicklung:
Iran droht mit Angriffen auf US‐Ziele in den Emiraten
Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit Angriffen auf US-Einrichtungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein Sprecher der Kommandozentrale der Garden erklärte laut Nachrichtenagentur Fars, der Iran betrachte es als sein legitimes Recht zur Verteidigung seines Hoheitsgebiets, Abschussstellen von US-Raketen in Häfen und Docks der Emirate anzugreifen. Ins Visier genommen werde auch US-Militärpersonal in Städten. Bewohner in unmittelbarer Umgebung von US-Zielen sollten sich in Sicherheit bringen.

Die USA hatten zuvor laut Präsident Donald Trump Militäranlagen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Charg zerstört, um Teheran zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus zu bewegen. Von der Insel Charg exportiert der Iran 90 Prozent seines Rohöls.
Die Emirate sind im Iran-Kriegs von den Golfstaaten am stärksten unter Beschuss. Behörden im Emirate Fudschaira teilten heute mit, die Luftabwehr habe eine Drohne abgefangen. Durch herabfallende Trümmer sei ein Brand ausgebrochen. Opfer habe es nicht gegeben.
Libanon: Ärzte und Sanitäter bei israelischem Angriff getötet
11.02: Im Libanon sind offiziellen Angaben zufolge mindestens zwölf Mitarbeiter des Gesundheitswesens bei einem israelischen Luftangriff getötet worden. Die Ärzte, Krankenschwestern und Sanitäter seien beim Angriff im Dorf Burdsch Kalauijeh im Süden getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium mit.
Das Personal sei an einer Einrichtung zur medizinischen Grundversorgung im Einsatz gewesen. Die Rettungsarbeiten dauerten an und die Opferzahl steige möglicherweise noch, hiess es.
Hamas: Iran soll Angriffe auf Nachbarstaaten einstellen
08.34: Die Hamas hat den Iran dazu aufgerufen, die Angriffe auf Nachbarstaaten einzustellen. Die Terrororganisation bekräftigte in einer Mitteilung, Teheran habe das Recht auf israelisch-amerikanische Attacken zu reagieren. Die «Brüder im Iran» sollten jedoch davon absehen, ihre Angriffe auf Nachbarländer fortzusetzen. Seit Beginn des Iran-Kriegs melden die umliegenden Golfstaaten zahlreiche iranische Raketen- und Drohnenangriffe.
Die Hamas rief die Staaten in der Region auf, «zusammenzuarbeiten, um diese Aggression zu stoppen und die brüderlichen Beziehungen untereinander zu bewahren». Der Iran unterstützte die Hamas jahrzehntelang finanziell und militärisch.
Die Hamas unterhält zudem enge Beziehungen zum Golfstaat Katar. Am 7. Oktober 2023 beging die Terrororganisation das beispiellose Massaker in Israel mit etwa 1.200 Toten und mehr als 250 Verschleppten.
Ölpreise weiter hoch – kaum Hoffnung auf schnellen Frieden
05.30: Trotz der gelockerten Sanktionen für russisches Erdöl bleiben die Ölpreise auf dem höchsten Niveau seit Jahren. Am frühen Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Mai rund 103 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vortag.

Zum Vergleich: Vor Kriegsbeginn lag der Preis noch bei rund 73 Dollar. Die Marke von 100 Dollar pro Barrel hatten die Ölpreise zuletzt im Sommer 2022 geknackt. Die steigenden Ölpreise sind für Verbraucher weltweit spürbar. Obwohl vor allem Asien am Öl der Strasse von Hormus hängt, stiegen die Spritpreise auch in Europa und den USA zuletzt erheblich.
Trump: Marine-Eskorte in Strasse von Hormus beginnt «bald»
04.55: US-Kriegsschiffe sollen nach Aussagen von Trump in Kürze Tanker durch die Strasse von Hormus begleiten. Die Eskorte der US-Marine werde «bald» beginnen, sagte Trump zu Journalisten. Die iranischen Revolutionsgarden blockieren im Zuge des Krieges mit den USA und Israel die für den weltweiten Öltransport wichtige Meerenge. Der Schiffsverkehr ist nahezu zum Erliegen gekommen. Das Pentagon schickt laut Medienberichten jetzt weitere Kriegsschiffe und Marine-Infanteristen in den Nahen Osten.
Iran warnt USA vor Angriff auf Öl-Infrastruktur
04.15: Die iranischen Streitkräfte haben nach der Bombardierung der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg durch die US-Armee Washington vor einem Angriff auf den Öl- und Energiesektor gewarnt.

Ein Sprecher sagte nach Angaben des regierungstreuen Senders Press TV, dass bei einem Angriff auf Irans Öl-, Wirtschafts- oder Energieinfrastruktur «alle entsprechenden US-Einrichtungen in der Region zerstört werden».
Trump: Für Ölindustrie wichtige iranische Insel angegriffen
02.02: US-Streitkräfte haben nach Angaben von Trump die militärischen Anlagen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg zerstört. Auf eine Vernichtung der Öl-Infrastruktur habe er vorerst verzichtet, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social.
Zugleich warnte er den Iran: Sollte der Iran oder jemand anders die Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus versuchen zu behindern, werde er die Entscheidung «sofort überdenken». Der Verkehr durch die für den globalen Ölexport wichtigen Meerenge ist in dem Krieg durch eine iranische Blockade nahezu zum Erliegen gekommen.

Auf der Insel Kharg im Persischen Golf befindet sich Irans wichtigster Ölhafen. Dort wird Medienberichten zufolge fast der gesamte Ölexport der Islamischen Republik umgeschlagen. Sie ist daher von strategisch grosser Bedeutung.
Berichte: Sechs Tote bei israelischem Luftangriff im Südlibanon
21.42: Bei einem israelischen Luftangriff sind in der südlibanesischen Stadt Nabatije Berichten zufolge mindestens sechs Menschen getötet worden. Unter den Opfern habe sich auch ein junges Mädchen befunden, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Ein israelisches Kampfflugzeug habe das Wohnhaus einer Familie angegriffen, hiess es weiter. Das israelische Militär äusserte sich bislang nicht zu dem Vorfall.
Hisbollah-Chef: «Aufgeben ist keine Option»
21.14: Hisbollah-Chef Naim Kassim hat anlässlich der Eskalation zwischen Israel und der Schiitenmiliz erneut die anhaltende Kampfbereitschaft seiner Organisation bekräftigt. «Das Wort «Kapitulation» steht nicht in unserem Wörterbuch», sagte er in einer Fernsehansprache. «Wir werden uns in dieser Schlacht um die Existenz verteidigen, egal, wie viele Opfer das erfordert.»

Vier Verdächtige nach Explosion an US-Botschaft in U-Haft
20.05: Nach einer Explosion an der US-Botschaft in Oslo vor einer knappen Woche hat ein Gericht Untersuchungshaft für vier Verdächtige angeordnet. Es handelt sich dabei um drei Brüder und deren Mutter. Die Männer waren bereits am Mittwoch unter Terrorismusverdacht festgenommen worden, ihre Mutter am Freitag.
Einer der Brüder hat eingeräumt, die Sprengladung an der Botschaft platziert zu haben. Die anderen drei Verdächtigen bestreiten ein Mitwirken an der Tat. Das Gericht sieht aber die Gefahr, dass die Familie sich bei ihren Aussagen absprechen könnte. Laut dem norwegischen Rundfunk sind die Männer norwegische Staatsbürger mit irakischem Migrationshintergrund. Verletzt wurde bei dem Vorfall in der Nacht zum Sonntag niemand.
















