Bürgenstock

Iran Bürgenstock: Iran-Gespräche gehen auf Arbeitsebene weiter

Simon Binz
Simon Binz, Keystone-SDA

Luzern,

Nach dem historischen Spitzentreffen zwischen den USA und dem Iran auf dem Bürgenstock geht es nun auf Arbeitsebene weiter. Das neueste gibt es im Ticker.

Iran Krieg
Die Gespräche auf dem Bürgenstock zwischen Iran und USA gehen ab Montag in eine zweite Phase. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • USA und Iran trafen sich auf dem Bürgenstock zu direkten Gesprächen auf höchster Ebene.
  • Ziel ist gemäss Vermittlern Katar & Pakistan ein finales Abkommen innerhalb von 60 Tagen.
  • Ein Gesprächskanal soll Zwischenfälle in der Strasse von Hormus künftig verhindern.

Das mit Spannung erwartete Treffen zwischen den USA und dem Iran auf dem Bürgenstock NW ist am Sonntag zu Ende gegangen – verlief aber nicht reibungslos. US-Vizepräsident JD Vance und der iranische Parlamentspräsident Mohammed Ghalibaf sassen sich in einem als «historisch» bezeichneten Format gegenüber, das in fast 50 Jahren als nahezu beispiellos gilt.

Die Lage im Libanon und scharfe Töne von Donald Trump sorgten jedoch zwischenzeitlich für Spannungen.

Die aktuellen Entwicklungen im Live-Ticker:

Iran: "grosse Fortschritte" in Bezug auf Krieg im Libanon

Irans Aussenminister Abbas Araghtschi schrieb auf X, es habe bei den Bemühungen, den Krieg im Libanon zu beenden, «grosse Fortschritte» gegeben. Das gemeinsame Forum zur Überwachung der Einhaltung der Waffenruhe im Libanon sei der «erste wirkliche Test» der Vereinbarungen.

Die US-Seeblockade iranischer Häfen sei aufgehoben und erste eingefrorene iranische Guthaben würden freigegeben. Auch ein grosser Plan für den Wiederaufbau im Iran sei angestossen worden.

Araghtschis Angaben liessen sich zunächst nicht überprüfen. Die US-Seite äusserte sich in der Nacht nicht unmittelbar zum Ausgang des ersten Verhandlungstags.

Vermittler: Iran-Gespräche gehen auf Arbeitsebene weiter

Nach dem Auftakt der Gespräche zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz auf der Ebene der Verhandlungsführer soll es unmittelbar im Anschluss weitere Beratungen auf Arbeitsebene geben.

Ziel sei es, wie im Rahmenabkommen vorgesehen innerhalb von 60 Tagen ein «finales Abkommen» zu erreichen, hiess es in der Nacht in einer gemeinsamen Erklärung der Vermittler Katar und Pakistan. Es werde unter anderem Arbeitsgruppen zu Irans Atomprogramm und den westlichen Sanktionen geben.

Bürgenstock Iran USA
Ein historisches Bild: - Keystone

Zudem sei ein Gesprächskanal zwischen den Kriegsparteien eingerichtet worden, um Missverständnisse oder Zwischenfälle in der Strasse von Hormus zu vermeiden, hiess es weiter. Weiter sei ein Forum geschaffen worden, um für die Einhaltung der Waffenruhe auch im Libanon zu sorgen.

Die technischen Gespräche zur Umsetzung der Vereinbarungen sollen demnach den Rest der Woche im schweizerischen Luxusresort Bürgenstock fortgesetzt werden, hiess es in der von Katar auf der Plattform X verbreiteten Erklärung weiter.

Kommentare

User #1309 (nicht angemeldet)

Es kommt mir vor wie in einem Kindergarten. Warum ist Trump nichts selbst in der Schweiz erschienen? Er droht lieber aus dem Hintergrund!

User #5053 (nicht angemeldet)

Trump will mit sich selber verhandeln. Er denkt zu erst besige ich den Iran dann bin ich der Iran. Und dann wird verhandelt.

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