Im grössten Tempelvon Phuket (THA) geht es jeden Tag zu wie Silvester: Aus einem grossen Ofen knallt es auf dem Gelände des buddhistischen Wat Chalong.
PRODUKTION - In Phukets grösstem Tempel Wat Chalong werden jeden Tag Feuerwerkskörper gezündet. Foto: Carola Frentzen/dpa
PRODUKTION - In Phukets grösstem Tempel Wat Chalong werden jeden Tag Feuerwerkskörper gezündet. Foto: Carola Frentzen/dpa - sda - Keystone/dpa/Carola Frentzen

Im grössten Tempel der thailändischen Urlaubsinsel Phuket geht es jeden Tag zu wie Silvester: Aus einem grossen Ofen in Form eines Bienenstocks knallt und qualmt es auf dem Gelände des buddhistischen Wat Chalong im Minutentakt. Die Feuerwerkskörper werden praktischerweise gleich in speziellen Tempel-Shops feilgeboten.

Ein dick vermummter Mitarbeiter nimmt die Bündel von Besuchern in Empfang und gibt diese durch ein Türchen ins Feuer des Ofens. Dann heisst es warten, bevor aus dem Steinbau ohrenbetäubender Lärm erschallt. Kurz darauf strömt Rauch aus der oberen Öffnung.

Die Gläubigen schauen dem Spektakel – aus gebührender Entfernung – gebannt zu. Umrahmt wird das Treiben von der reizvollen rot-goldenen Tempelanlage mit ihren Chedis und den reich verzierten Gebetshallen.

So mancher hofft offenbar, die guten Geister durch das Geknalle gnädig zu stimmen - und die bösen zu vertreiben. «Aber viele Buddhisten kommen auch zum Wat Chalong, weil sie um etwas bitten wollen», erzählt der Fahrer Chai. «Wenn der Wunsch dann in Erfüllung gegangen ist, bedanken sie sich mit einem Feuerwerk im Tempel.»

Die Thais sollen diese Art von Brauch vom Reich der Mitte übernommen haben, wo das Feuerwerk bekanntlich erfunden wurde. Seit den 1820er Jahren wanderten viele Chinesen nach Phuket ein, um in den einträglichen Zinnminen der Insel zu arbeiten. Noch heute leben viele ihrer Nachfahren auf Phuket.

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