Laut einem Gericht können in Israel Angestellte, die eine Corona-Impfung oder regelmässige Tests verweigern, an der Rückkehr zum Arbeitsplatz gehindert werden.
Coronavirus - Israel
Schüler sitzen in einem Klassenzimmer in einer Grundschule in Jerusalem. (Symbolbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Lehrerin hatte gegen ihren Arbeitgeber geklagt.
  • Das Gericht hat ihre Klage aber abgewiesen.
  • Das «Recht der Schüler, Eltern und der Lehrerschaft auf Leben» sei stärker.

In Israel können Angestellte, die eine Corona-Impfung oder regelmässige Tests verweigern, an der Rückkehr zum Arbeitsplatz gehindert werden. Dies entschied ein Arbeitsgericht in Tel Aviv nach einem am Sonntag veröffentlichten Urteil. In dem konkreten Fall hatte eine Hilfslehrerin, die an einer Grundschule beschäftigt ist, sowohl Impfung als auch Tests verweigert und gegen ihren Arbeitgeber geklagt.

Das Gericht wies die Klage mit der Begründung zurück, das Recht der Hilfslehrerin sei nicht stärker als das «Recht der Schüler, Eltern und der Lehrerschaft auf Leben». Zugleich rief es den Gesetzgeber auf, bei diesem Thema Klarheit zu schaffen. Es gibt bereits eine Reihe israelischer Unternehmen, die Sanktionen gegen Mitarbeiter verhängt haben, die sich nicht impfen lassen wollen.

Seit Beginn der Impfkampagne vor einem Vierteljahr haben mehr als fünf Millionen Israelis eine Erstimpfung und mehr als 4,5 Millionen eine Zweitimpfung erhalten. Israel hat rund 9,3 Millionen Einwohner. Die Infektionszahlen fallen langsam, aber stetig, ebenso die Zahl der Schwerkranken.

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