Hongkongs Regierungschefin schliesst chinesische Hilfe nicht mehr aus

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    Hong Kong,

    Angesichts der seit Monaten andauernden Proteste in Hongkong schliesst Regierungschefin Carrie Lam nicht länger aus, Hilfe aus Festland-China zu akzeptieren.

    Carrie Lam
    Carrie Lam könnte schon bald ihren Posten als Regierungschefin von Hongkong verlieren. - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Hongkong schliesst chinesische Hilfe nicht mehr kategorisch aus.
    • Seit Monaten wird in Hongkong für mehr Demokratie demonstriert.

    Sie sei noch immer der Ansicht, «dass wir die Lösung selbst finden sollten», sagte Lam am Dienstag vor Journalisten. Dies sei auch die Ansicht der Zentralregierung in Peking. «Doch wenn die Situation schlimmer wird, kann keine Option ausgeschlossen werden, wenn wir Hongkong wenigstens eine weitere Chance geben wollen», sagte Lam weiter.

    hongkong proteste
    In Hongkong gibt es seit Monaten Massenproteste. (Archivbild) - Keystone

    In Hongkong gibt es seit Monaten Massenproteste gegen die wachsende Einflussnahme der Regierung in Peking und die Beschneidung der Bürgerrechte. Die Demonstrationen hatten sich anfänglich gegen ein geplantes Gesetz gerichtet, das Überstellungen von Verdächtigen an Festland-China vorsah. Mittlerweile richten sich die Proteste aber generell gegen die pro-chinesische Führung in Hongkong und die Einschränkung der Demokratie.

    Notstandsgesetz trat am Freitag inkraft

    Am Freitag hatte Hongkongs Regierung zum ersten Mal seit einem halben Jahrhundert auf das Notstandsgesetz aus der britischen Kolonialzeit zurückgegriffen und das Tragen von Masken verboten. Nach der Verkündung kam es zu teilweise gewaltsamen Protesten in der Stadt. Radikale Demokratie-Aktivisten verwüsteten U-Bahn-Stationen sowie pro-chinesische Geschäfte und legten Brände in den Strassen.

    vermummungsverbot hongkong
    Zehntausende Demonstranten gingen in Hongkong mit Guy-Fawkes-Masken auf die Strassen, um ein Zeichen gegen das Vermummungsverbot zu setzen. - Keystone

    Zwei Demonstranten wurden wegen des illegalen Tragens von Masken und dem Verstoss gegen das Versammlungsrecht angeklagt. Ihnen droht bis zu drei Jahre Haft. Aus Protest erschienen Unterstützer der Angeklagten am Montag mit Gesichtsmasken im Gericht.

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