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    Hongkong: Neun Jahre Haft für Aktivist

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    China,

    In Hongkong wurde erstmals ein Aktivist wegen Verstössen gegen das Sicherheitsgesetz verurteilt. Der 24-Jährige muss nun für neun Jahre in Haft.

    Hongkong
    Tong Ying Kit bei seiner Festnahme im Juli 2020. (Archivbild) - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Hongkong ist ein 24-jähriger Aktivist zu neun Jahren Haft verurteilt worden.
    • Grund dafür sind Verstösse gegen das Sicherheitsgesetz.
    • Mehr als 100 Menschen sind unter Berufung auf dieses bisher festgenommen worden.

    Wegen Verstössen gegen das umstrittene Sicherheitsgesetz ist in Hongkong erstmals ein Aktivist zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in der chinesischen Sonderverwaltungsregion verkündete das Strafmass für Tong Ying-kit am Freitag. Dies, nachdem der 24-Jährige am Dienstag wegen Terrorismus und der Anstiftung zum Separatismus verurteilt worden war.

    Erster Hongkonger wegen Sicherheitsgesetz verurteilt

    Der frühere Restaurantmitarbeiter ist der erste Hongkonger überhaupt, der wegen Verstössen gegen das Sicherheitsgesetzes verurteilt wurde. Er war wenige Stunden nach Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Juli vergangenen Jahres bei Protesten mit seinem Motorrad in eine Polizeisperre gefahren. Er hatte eine Flagge mit dem Slogan der Protestbewegung «Befreit Hongkong – Revolution unserer Zeit» dabei.

    Vor der Verkündung des Strafmasses hatten Hongkonger Medien berichtet, dass dem Aktivisten sogar lebenslange Haft drohen könnte. Besonders die Interpretation des Slogans über die Befreiung Hongkongs nahm breiten Raum in dem Prozess ein. Und dürfte weitreichende Folgen auch für weitere Gerichtsverfahren nach dem Sicherheitsgesetz haben. Mehr als 100 Menschen sind unter Berufung auf das Gesetz bislang festgenommen worden.

    Hongkong
    Ein Polizist nimmt in Hongkong einen Demonstranten fest. - dpa

    Proteste in Hongkong seit einem Jahr

    Der Erlass des umstrittenen Sicherheitsgesetzes vor gut einem Jahr hatte in Hongkong und weltweit heftige Proteste ausgelöst. Peking hatte das Gesetz nach anhaltenden Protesten in der chinesischen Sonderverwaltungsregion und Rufen nach mehr Demokratie verabschiedet. Es richtet sich vage gegen Aktivitäten, die als umstürzlerisch, separatistisch, terroristisch oder verschwörerisch angesehen werden. Seither dient es den Behörden, massiv gegen die Demokratiebewegung in Hongkong vorzugehen.

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