Hisbollah

Hisbollah-Chef bekennt sich zu Waffenruhe

Keystone-SDA
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Libanon,

Der Hisbollah-Chef verkündet den Sieg gegen Israel. Seine Organisation werde sich an die Waffenruhe halten.

hisbollah
Naim Kassim ist der Nachfolger von Hassan Nasrallah als Chef der Hisbollah. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Hisbollah-Chef Kasim hat sich zur Waffenruhe mit Israel bekennt.
  • Er sagt auch, seine Organisation habe einen grossen Sieg gegen Israel errungen.
  • Beide Seiten werfen sich vor, gegen das Abkommen verstossen zu haben.

Der neue Chef der Schiitenmiliz Hisbollah, Naim Kasim, hat sich zu der mit Israel vereinbarten Waffenruhe bekannt. Die Hisbollah werde mit der libanesischen Armee für die Umsetzung der Vereinbarung eng zusammenarbeiten, sagte er in einer TV-Ansprache. Kasim hatte erst vor Kurzem die Nachfolge des im September von Israel getöteten Hisbollah-Generalsekretärs Hassan Nasrallah übernommen.

Iraelische Soldaten
In der Nacht nahmen israelische Soldaten Tajsir Abu Sneineh, den Bürgermeister von Hebron im besetzten Westjordanland, fest. (Archivbild) - keystone

«Die Vereinbarung wurde unter dem Dach der libanesischen Souveränität geschlossen. Wir haben ihr zugestimmt, erhobenen Hauptes und in dem Bewusstsein unseres Rechts auf Verteidigung», sagte Kasim. Nach seinen Worten errang die mit Iran verbündete Miliz im Krieg gegen Israel einen «grossen Sieg».

Libanons Armee soll die Einhaltung überwachen

Die mühsam ausgehandelte Einigung über eine Waffenruhe sieht unter anderem vor, dass sich die Hisbollah gemäss einer UN-Resolution hinter den Litani-Fluss etwa 30 Kilometer nördlich der israelisch-libanesischen Grenze zurückzieht. Die libanesische Armee soll die Einhaltung der Vereinbarung überwachen.

Israels Bodentruppen sollen innerhalb von 60 Tagen schrittweise aus dem Libanon abziehen. Derzeit ist die Armee aber nach eigenen Angaben weiterhin im Süden des Nachbarlandes im Einsatz, um gegen Verstösse gegen die Waffenruhe-Vereinbarung vorzugehen.

Palästinenser auf andere Weise unterstützen

Die intensiven gegenseitigen Angriffe zwischen der Hisbollah und Israel haben seit Beginn der Feuerpause am Mittwochmorgen aufgehört. Es gibt aber weiter einzelne Zwischenfälle.

Die Hisbollah beschoss Israel nach eigenen Angaben zur Unterstützung der islamistischen Hamas, die mit dem Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 auf Israel den Gaza-Krieg auslöste. Nach israelischen Militärangaben feuerte die Hisbollah seit Kriegsbeginn mehr als 17.000 Raketen auf Israel ab. Die Organisation werde die Palästinenser künftig auf andere Weise unterstützen, sagte Kasim.

Kommentare

User #1879 (nicht angemeldet)

Die kulturelle Verankerung von Stärke, Widerstand und Ehre macht es für Führer wie den Hisbollah-Chef unabdingbar, jede Vereinbarung oder Entwicklung als Sieg zu deklarieren. Es geht dabei nicht nur um die Realität, sondern um die Kontrolle über das Narrativ – intern wie extern.

Nicole

Keiner hat gesiegt, viele haben ein grosses Opfer gebracht, ihr Leben, auf allen Seiten. Es wird Zeit das endlich Vernunft einzieht und das man nicht mehr mit Waffen spricht.

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