Die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah feuerte am Freitag 19 Raketen auf von Israel besetztes Gebiet ab. Zehn wurden von der Raketenabwehr abgefangen.
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Israelische Streitkräfte feuern von ihrer Stellung an der Grenze zum Libanon, nachdem Raketen aus dem Libanon abgefeuert wurden. Die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah hat nach eigenen Angaben von Israel besetztes Gebiet mit mehreren Raketen beschossen. Foto: Ayal Margolin / Jinipix/JINIPIX/AP/dpa - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Hisbollah hat von Israel besetztes Gebiet mit mehreren Raketen beschossen.
  • Die israelische Armee sprach am Freitag von 19 abgefeuerten Raketen.
  • Dabei wurden zehn mit der Raketenabwehr abgefangen.

Die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah hat nach eigenen Angaben von Israel besetztes Gebiet mit mehreren Raketen beschossen. Die israelische Armee berichtete am Freitag von 19 abgefeuerten Raketen.

Drei seien noch im Libanon niedergegangen, zehn seien von der Raketenabwehr «Iron Dome» (Eisenkuppel) abgefangen worden, teilte Armeesprecher Amnon Schefler mit. In einer Mitteilung des Militärs hiess es, der Rest sei auf freier Fläche eingeschlagen. Die Armee habe daraufhin die Orte angegriffen, von denen die Raketen abgefeuert worden waren.

Reaktion auf Luftangriffe am Donnerstag

Die eng mit dem Iran verbündete Hisbollah übernahm anschliessend Verantwortung für Beschuss auf «freie Flächen» auf den Schebaa-Farmen. Sie seien eine Reaktion auf die Luftangriffe durch Israel am Donnerstag gewesen, hiess es in einer Stellungnahme. Die sogenannten Schebaa-Farmen gehören nach Auffassung der Vereinten Nationen zu den 1967 von Israel besetzten syrischen Gebieten. Syrien und einige Parteien im Libanon sehen das Gebiet jedoch als libanesisches Territorium an.

In Israel gab es zunächst keine Berichte von Verletzten, wie der Rettungsdienst mitteilte. Die Beobachtermission der Vereinten Nationen im Libanon (Unifil) forderte ein Ende des gegenseitigen Beschusses.

Israelische Militärpatrouille nahe Avivim am 26. August
Israelische Militärpatrouille nahe Avivim am 26. August - AFP

Armeesprecher Schefler sagte: «Nach unserem Verständnis hat die Hisbollah absichtlich auf freie Flächen gezielt, um die Situation nicht zu eskalieren.» Sie wolle damit lediglich demonstrieren, dass sie die Kontrolle über den Südlibanon habe.

In den vergangenen Tagen und Wochen waren bereits mehrfach Raketen aus dem Südlibanon abgefeuert worden, die nach Ansicht der Armee allerdings von palästinensischen Gruppierungen stammten.

Israel griff Ziele im Süden Libanons an

Am Donnerstag hatten israelische Kampfflieger Ziele im Süden des Nachbarlands angegriffen, wie die Armee mitteilte. Dies sei eine Reaktion auf Raketenbeschuss aus dem Libanon gewesen. Es wurden die Orte, von denen die Raketen abgefeuert wurden, sowie «für Terror genutzte Ziele» beschossen.

Israel und Libanon befinden sich offiziell im Kriegszustand. An der Grenze kommt es immer wieder zu Spannungen. Vor allem für die Hisbollah ist Israel ein Erzfeind.

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